Sieg der Linken bei erster Wahlrunde in Frankreich

Die französischen Sozialisten sind aus der ersten Runde der Wahlen zur Nationalversammlung vom Sonntag klar als stärkste Partei hervorgegangen. Nach den am Montag veröffentlichten Zahlen des Innenministeriums erhielt die Sozialistische Partei (PS) des neuen Staatspräsidenten Hollande landesweit 29,4 Prozent der Stimmen. In der ersten Wahlrunde vor fünf Jahren war sie bei 24,7 Prozent gelegen.


Die bürgerlich-konservative “Union für eine Volksbewegung” (UMP) des am 6. Mai abgewählten Präsidenten Sarkozy rutschte ab. Sie bekam 27,1 Prozent der Stimmen im Vergleich zu 39,5 Prozent im Jahr 2007. Da die UMP im Gegensatz zur PS über keine Koalitionsmöglichkeiten verfügt, wird sie erstmals seit 2002 wieder auf die Oppositionsbänke müssen. Die endgültige Entscheidung über die Sitzeverteilung fällt erst in der zweiten Runde am kommenden Sonntag.

Die Grünen kamen landesweit auf 5,5 Prozent. Sie haben mit den Sozialisten ein Wahlbündnis geschlossen. Knapp sieben Prozent stimmten für die Linksfront (Front de Gauche) von Jean-Luc Mélenchon, zu der auch die Kommunistische Partei (PCF) gehört. Die rechtsextreme Partei Front National (FN) von Marine Le Pen erreichte 13,6 Prozent

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