Siebenjährige Freiheitsstrafe für Vater

Mit einer siebenjährigen Freiheitsstrafe endete für einen 56-jährigen Vorarlberger Pensionisten am Landesgericht Feldkirch ein Missbrauchsprozess.

Wegen der erheblichen Dauerfolgen seiner heute 33-jährigen Tochter musste ein ein Schwurgericht über die Anschuldigungen befinden. Der Angeklagte bestritt bis zuletzt, sein Kind jahrelang missbraucht zu haben. Dennoch befanden ihn die Geschworenen einstimmig für schuldig. Die Anklageschrift umfasste insgesamt sieben Delikte, für die zum Teil noch altes Strafrecht zu Grunde lag, da die Taten 20 Jahre und länger zurück liegen.

Laut Staatsanwalt Walter Kohler begannen die sexuellen Übergriffe des pensionierten Konditors, als sein Kind acht Jahre alt war. Ab diesem Zeitpunkt steigerten sich die Handlungen. Erst mit 19, als die junge Frau zu ihrer Tante nach Wien floh, entrann sie dem Martyrium. Darüber sprechen konnte das Opfer erst im Alter von 32 Jahren. Depressionen, Magersucht und Alkohol zwangen die Vorarlbergerin in Therapie. Dort gelang es ihr erstmals, sich einem Betreuer anzuvertrauen.

Richter Peter Mück verkündete nach mehrstündiger Beratung der Geschworenen den Urteilsspruch. Der Mann, welcher elf Jahre lang bis zu zwei Mal pro Woche seine Tochter aufs Gröbste missbraucht hatte, wurde zu sieben Jahre Haft verurteilt. Der Verurteilte erbat sich Bedenkzeit, das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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