"Schwimmen, wie es uns gefällt": Burkini-Flashmob am Wiener Donaukanal

Montagabend tanzte man beim Badeschiff in Wien für die Selbstbestimmung der Frau.
Montagabend tanzte man beim Badeschiff in Wien für die Selbstbestimmung der Frau. ©APA/HERBERT PFARRHOFER
Montagabend wurde beim "Burkini-Flashmob" am Wiener Donaukanal getanzt und gefeiert. Mit der Veranstaltung vor dem Badeschiff wurde ein Zeichen für Solidarität und die Selbstbestimmtheit von Frauen, ihre Kleidung selbst wählen zu können, gesetzt.
Beim Flashmob am Donaukanal

In den letzten Wochen sorgte die Diskussion über ein Burkini-Verbot an Stränden und in Schwimmbädern weltweit gleichermaßen für Aufsehen und Empörung. In Frankreich wurde dieses zwar vom Obersten Verwaltungsgericht gekippt, zahlreiche Bürgermeister kündigten aber bereits an, das Verbot weiter beibehalten zu wollen.

Auch in Österreich – in einigen Schwimmbädern ist das Baden bereits nur in “ortsüblicher Badebekleidung” gestattet – und in anderen europäischen Ländern denkt man über die Einführung eines Burkini-Verbots nach. Zuletzt erhitzte ein öffentlich gewordener Fall einer Frau, die am Strand in Nizza von Polizisten gezwungen wurde, sich auszuziehen, die Gemüter.

Flashmob am Donaukanal für Selbstbestimmtheit der Frau

Um ein Zeichen für Solidarität und für die Selbstbestimmung der Frau zu setzen, fand Montagabend deswegen ein Flashmob vor dem Wiener Badeschiff am Donaukanal statt. Die Veranstalterinnen luden dazu ein, im frei gewählten Badeoutfit zu erscheinen, um gemeinsam in den Sommerabend zu tanzen.

Auf Facebook wurde die Aktion “Schwimmen wie es uns gefällt” genauer erklärt: “Wir setzen ein buntes und solidarisches Zeichen für die Selbstbestimmtheit von Frauen, ihre Kleidung selbst wählen zu können. Und ja, frau kann die Burka ablehnen und gleichzeitig gegen ein Verbot der Burka sein. Denn Freiheit und Verbot klingt nicht nur nach einem Widerspruch, sondern es ist einer!”

(Red)

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