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Schulweg mit den Kleinen üben

ÖAMTC: 468 Kinder verunglückten im Vorjahr auf dem Weg zur Schule - Schulweg jetzt üben, richtiges Verhalten vorzeigen, Gefahrenquellen kindgerecht erklären!

Für rund 85.000 Taferlklassler wird es ernst. Die Ferien neigen sich dem Ende zu, ihr erster Schultag naht und damit auch ein weiterer Schritt in Richtung Selbstständigkeit. “Erstmals den Schulweg ohne elterliche Begleitung zu bestreiten, ist für die Kleinen meist ein großes Erlebnis. ‘Schon alleine zu gehen’ erfüllt sie mit Stolz und gibt ihnen das Gefühl ‘groß und erwachsen’ zu sein. Doch bis es soweit ist, muss noch einiges gelernt und geübt werden”, sagt ÖAMTC-Verkehrspsychologin Dora Donosa. “Kinder im Alter von fünf bis sechs Jahren haben noch kein vorausschauendes Gefahrenbewusstsein. Sie erkennen Gefahren erst dann, wenn es meist schon zu spät ist und sich Unfälle kaum mehr vermeiden lassen. Dieses Bewusstsein muss erst geschärft werden.” Jetzt ist laut Donosa die richtige Zeit, um mit den Kleinen den täglichen Schulweg zu üben.

Die Tipps der ÖAMTC-Expertin:

* Das frühe Aufstehen am Morgen muss trainiert werden, um die Kinder schrittweise an den neuen Tagesrhythmus zu gewöhnen.

* Eltern sollen genau prüfen, welcher Weg der sicherste ist. Und das muss nicht immer der kürzeste sein.

* Kinder sind gute Beobachter und lernen durch die Vorbildwirkung der Eltern. Wichtig ist, dem Kind das richtige Verhalten immer vorzuzeigen und mögliche Gefahrenquellen kindgerecht zu erklären.

* Hilfreich für das gegenseitige Verstehen ist es, sich dem Tempo des Kindes anzupassen und sich zunehmend vom Kind führen zu lassen. So können die Eltern besser abschätzen, wie lange das Kind für den Weg braucht und sie erfahren, wo es noch Probleme hat.

* Wochentags üben. Das Verkehrsaufkommen soll so sein, wie es das Kind an Schultagen tatsächlich erlebt.

* Besonders wichtig: Die Kleinen für richtige Verhaltensweisen loben und ihre tolle Leistung anerkennen.

* Bewältigt das Kind den Schulweg bereits alleine, können sich Eltern von Zeit zu Zeit durch unbemerktes Beobachten des Kindes vergewissern, ob sich der Sprössling auch an die vereinbarten Regeln hält.

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