Schreckensbilanz: Trafik- und Juwelier-Überfälle in Wien mehr als verdoppelt

In Wien häufen sich die Überfälle auf Juweliere und Co.
In Wien häufen sich die Überfälle auf Juweliere und Co. ©APA (Sujet)
Die Polizei gab eine alarmierende Bilanz bekannt: Die Zahl der Raubüberfälle in Wien ist in einigen Teilbereichen deutlich angestiegen. Besonders im Visier von Verbrechern standen Trafiken und Juweliere. Viele Räuber schlugen auch bei Wettbüros, Tankstellen, Banken und Postämtern zu. Die Aufklärungsrate ist demgegenüber gesunken.
Vier Überfälle geklärt
Juwelierraub in Favoriten

57 Tabakgeschäfte und 19 Uhren- und Geschmeidehändler wurden allein in den ersten neun Monaten 2012 ausgeraubt – mehr als doppelt so viele wie im gesamten Jahr 2011. Zugleich sank die Aufklärungsrate, so wurden nur noch bei rund 26 Prozent der Trafiküberfälle (zuvor 42) und 37 Prozent der Juwelierüberfälle (zuvor 55 Prozent) der Täter ausgeforscht.

Überfälle nehmen deutlich zu

Bis Ende September des Vorjahres wurden auch Wettbüros (27 Fälle), Tankstellen (36) sowie Banken und Postämter (33) in Wien merklich öfter ausgeraubt im Jahr davor. Während die Zahl der Überfälle auf Wettbüros bereits um 42 Prozent im Vergleich zu 2011 angestiegen war, waren es bei Tankstellen, Banken und Postämtern jeweils rund 80 Prozent mehr Coups.

Der Wiener Trend bei Überfällen auf Geschäfte mit hohem Umsätzen spiegelt sich auch in Gesamtösterreich wieder, so gab es bundesweit um ein Drittel (75 Fälle) mehr Bank- und Postüberfälle, und Räuber schlugen um 80 Prozent häufiger bei Tankstellen zu. Bei Wettbüros gab es einen Anstieg um ein knappes Viertel (58 Fälle in ganz Österreich), bei Juwelieren waren es um mehr als die Hälfte (22) und bei Trafiken um mehr als zwei Drittel (72) mehr Überfälle als im ganzen Jahr 2011.

(apa/red)

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