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Schock-KO: Gogi Knezevic unterliegt Viktor Dick!

Gogi Knezevic kämpfte wie ein Löwe - doch umsonst
Gogi Knezevic kämpfte wie ein Löwe - doch umsonst ©vienna.at
In der Calafatti-Halle im Wiener Prater flogen Samstagabend die Fäuste. Anlass war die "Nacht der Champions II", der gut 500 Boxsportfans beiwohnten. Wiens Boxhoffnung Gogi Knezevic erlebte einen bitteren Abend und verlor nach einem harten Kampf in der zehnten Runde gegen Viktor Dick durch technischen KO.
Bilder vom Kampf

Zu den Klängen von Rapper Nazar zog Gogi “Lionheart” Knezevic in die Halle ein. Der Jugendfreund des Boxers schrieb extra für diesen WBF-Interkontinentaltitelkampf dieses Lied. Das Publikum stand Kopf, als der Wiener mit seinem Trainerteam rund um Josef Kovarik, seinem Vater und seinem Bruder, der ein Porträt von Edip Sekowitsch in die Höhe hielt, den Ring betrat.

Der Wiener Lokalmatador, dessen Rücken der Schriftzug “Ich bin Wien” zierte, lieferte sich mit dem Deutsch-Russen Viktor Dick einen harten Kampf mit einer hohen Schlagzahl. Der Deutsche wirkte zunächst spritziger und setzte Knezevic ordentlich zu. In der dritten Runde traf Dick mit einer Geraden den Wiener Boxer mitten ins Gesicht, was diesen ins Wanken, aber nicht zu Fall brachte. Gegen Ende der vierten Runde zeigte Knezevics Gegner erste Schwächen, das Publikum erkannte die Situation und pushte seinen Wiener Schützling immer wieder mit Sprechchören voran. Das Löwenherz bekam die zweite Luft und es schien so, als ob er das Kommando übernehmen könnte. In weiterer Folge schenkten sich beide Athleten nichts, das Publikum jubelte frenetisch.

In der achten Runde gab es einen Punkteabzug gegen Knezevic weil dieser zum wiederholten Male seinen Mundschutz verlor, nachdem Dick den Wiener mit mehrfachen Schlagkombinationen schmerzhaft traf. Der Jura-Student aus Bonn erkannte seine Chance und deckte Lionheart immer wieder mit harten Treffern ein. Der Österreicher, der eine bedrohlich aussehende dicke Schwellung über dem Jochbein hatte, bewies zwar unglaubliche Nehmerqualitäten, doch in der zehnten Runde war der Kampf für ihn vorbei. Der Ringrichter brach ab und entschied auf technisches K.O. Besonders bitter für Knezevic, der im Vorfeld mit einem Sieg spekuliert hatte, um als Pflichtherausforderer gegen den Albaner Qato “The Eagle” Kreshnik um den WBF-Weltmeistertitel boxen zu können. In der kommenden Woche im Urlaub in Serbien will der Boxer nun über seine sportliche Zukunft nachdenken.

Stimmen:
Gogi Knezevic:
“Mein Herz blutet mehr als meine Verletzungen. Ich habe nicht gedacht, dass der Gegner das hohe Tempo solange durchstehen kann. Es tut mir leid für das Publikum, dass ich in meiner Stadt verloren habe.”

Viktor Dick: “Ich habe erst zwei Tage vor dem Kampf erfahren, dass hier boxen werde. Ich bin gestern zehn Stunden mit dem Auto nach Wien gefahren. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mit meiner Bilanz eine Chance habe und nun feiere ich meinen ersten Titelgewinn.”

Zur Einstimmung hatte es Vergleichskämpfe zwischen jungen österreichischen und ungarischen Amateurboxern gegeben. Bei den Damen traf die Superweltergewichtlerin Sadika Najlovic auf die Kroatin Ana Marija Marsic. Die Wienerin holte sich zwar in der ersten Runde eine blutige Nase, war aber über den ganzen Kampf gesehen die Aktivere. Die Exhibition blieb jedoch ohne Wertung.

Der zweite Kampf des Abends fand im Superleichtgewicht statt. Der Slowake Roman Rafael traf auf den Kroaten Armin Kovacevic und unterlag nach Punkten. Danach sorgten drei Fighter der Boxschule “Ring frei” unter der Aufsicht von Trainerlegende Josef Kovarik für eine flotte Sparringshow.

Der slowakische Boxer Imrich Borkup erlitt gegen den Kroaten Vjekoslov Bajic in der zweiten Runde einen Kieferbruch und musste aufgeben (TKO). Der WBF-Interkontinentaltitelkampf im Mittelgewicht zwischen dem Ungarn Viktor Szalai und dem Albaner Sefer Seferi hielt sein Versprechen. Seferi feierte im zwölften Kampf seinen zwölften Sieg, den insgesamt Neunten durch KO. Viermal streckte er seinen Gegner in der zweiten Runde zu Boden eher der Ringrichter den ungleichen Kampf abbrach (TKO).

Das Publikum hatte dennoch etwas zu feiern. Denn der letzte Kampf des Abends brachte einen albanischen Europameister hervor. Nuri Seferi bezwang seinen tschechischen Kontrahenten Sandro Siproshvili nach Punkten und und holte sich den vakanten WBO-Titel.

Philipp Glanner
Martin Ucik
Stefan Wurmitzer

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