Schneechaos und heftige Unwetter in Teilen Europas

Kurz vor dem Frühlingsanfang spielte das Wetter in Teilen Europas verrückt. Vor allem im Osten sorgten am Freitag Schneestürme und Unwetter für ein Verkehrschaos. Besonders heftig traf es Menschen in Ungarn, wo Tausende die Nacht über in endlosen Staus feststeckten. Mehrere Menschen wurden getötet, Dutzende verletzt. Österreich wurde vom Schneechaos hingegen weitgehend verschont.


Ein erneuter Wintereinbruch sorgte in Teilen Ungarns für chaotische Verkehrsverhältnisse. Tausende Menschen verbrachten die Nacht zum Freitag auf Straßen und Autobahnen in ihren Wagen. Schneeverwehungen, glatte Fahrbahnen, Unfälle und querstehende Lkws brachten vor allem auf den Autobahnen von Budapest nach Wien (M1) und in Richtung Zagreb (M7) den Verkehr zum Erliegen. Weitere 8.000 verbrachten die Nacht in improvisierten Notunterkünften, teilte der Katastrophenschutz mit. Die Armee setzte zur Bergung der Fahrzeuge Panzer ein.

Verkehrsbehinderungen und Mega-Staus wurden vor allem aus der westlichen Landeshälfte, aber zum Teil auch aus dem Nordosten Ungarns gemeldet. Papa, eine westungarische Kleinstadt mit 32.000 Einwohnern, wurde von der Außenwelt abgeschnitten. Im Zugverkehr kam es wegen der Schneefälle zu stundenlangen Verspätungen. In Ostungarn blieben fast 60.000 Menschen ohne Strom, nachdem vom Wind umgeworfene Bäume die Überlandleitungen beschädigt hatten.

In der Slowakei legte das extreme Winterwetter Teile des öffentlichen Lebens vor allem im Osten und Süden lahm, wie Medien berichteten. Stürme und Schneeverwehungen ließen den Autoverkehr in mehreren Bezirken zusammenbrechen und behinderten den Zugverkehr.

Weiter westlich war es weniger der Schnee als heftige Winde, die für Zwischenfälle sorgten: In Österreich knickten Sturmböen zahlreiche Bäume um und legten vereinzelt die Stromversorgung lahm. Auf der Rheintalautobahn kollidierten während eines Schneesturms 18 Fahrzeuge, es gab drei Verletzte. Am Wochenende werde mit einem Ansteigen der Temperaturen auch die Lawinengefahr wachsen.

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