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Schloss Schönbrunn mit neuer „Augenweide“

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Die Tage des unansehnlichen Parkplatzes vor dem „Meidlinger Tor“ als Eingang zum Schlosspark Schönbrunn in Wien gehören der Vergangenheit an.

Seit Montag empfängt die jährlich rund drei Mio. Besucher eine Design-Portierloge auf gepflastertem Platz. Diese Nirosta-Skulptur namens „Augenweide“ ist dabei als „poetische Unikatlösung“ gedacht, versicherte Wolfgang Kippes, Geschäftsführer der Schloss Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H. (SKB), am Montag in einem Pressegespräch.

Eine historisierende Lösung wäre hingegen nie zur Debatte gestanden, „weil moderne Funktionen nur mit modernen Mitteln ausgedrückt werden können“, insistierte Kippes. Die neue Skulptur besteht aus zwei stählernen, geschwungenen Flügeln, in die mehrfach Robert Musils Zitat „Der Garten ist eine Kunstnatur“ gestanzt worden ist.

Im Hohlraum zwischen den beiden Elementen wächst Efeu, dem die Buchstaben des Musilzitats als Kletterhilfe dienen soll. Die „Augenweide“ soll „nicht zuwachsen, aber bedeckt sein“, skizzierte Designer Michael Embacher seine Vision. Für das 18 Meter lange und 4,2 Meter hohe Objekt wurden zwölf Tonnen Nirostahl verbraucht, was für die SKB insgesamt mit 160.000 Euro zu Buche schlug. „Das meiste Geld haben wir allerdings vergraben“, bedauerte Kippes, da bei den Aushubarbeiten zahlreiche sanierungsbedürftige Gas-, Wasser- und Telekomleitungen zum Vorschein kamen.

Man will mit der neuen Portierloge, die vom Inneren des Parkes nun auf den Vorplatz gerückt ist, das Problem der Verkehrsstauungen lösen, die oft bis zum Kreuzungsbereich Schönbrunner Straße/Grünberg Straße zurück reichten. Nun können Verkehrsteilnehmer ohne Zufahrtserlaubnis in den Schlossbereich ungehindert vor der Skulptur umdrehen. Dabei hatte man auch das Einverständnis der Stadt, der rund ein Drittel des Grundes gehört.

Der Entwurf zur Augenweide ist bereits der zweite, den Embacher in Schönbrunn verwirklichte. Sein 2002 fertig gestelltes „Salettl“ – ebenfalls aus gebürstetem Nirostahl – wurde im vergangenen Jahr mit dem bronzenen Loos-Preis ausgezeichnet. Im Gegensatz zu seinen vier historischen Vorbildern im Park enthält der kleine Pavillon eine Wendeltreppe, die zu einer Aussichtsplattform für die Besucher führt. „Das war das erste Mal, dass modernes Design eingebettet in historisches Ambiente in Österreich einen Preis gewonnen hat“, freut sich Kippes.

Redaktion: Michael Grim

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