AA

Sausgruber sieht Integration als längerfristigen Prozess

Bregenz -   Die Integration ist nach Ansicht von Vorarlbergs Landeshauptmann Herbert Sausgruber (V) eine "Herausforderung, die uns noch Jahre begleiten wird".
"Bildung als Grundlage"
Integratrion heißt: fördern und fordern
Er zeigte sich aber zuversichtlich, dass bei dem zu verabschiedenden Vorarlberger Integrations-Leitbild eine “einhellige Willensbildung” erreicht werden kann. “Das ist ein positives Signal. Es gibt keine Alternative zur Integration”, sagte der Landeshauptmann am Dienstag im Anschluss an die Regierungssitzung.

Sicherheitslandesrat Erich Schwärzler (V) betonte das Prinzip des Förderns und Forderns. Es gebe eine breite Bewegung im Land, die die Integration vorantreibe. Seit 2003/04 hätten 3.034 Personen die Integrationsvereinbarung unterzeichnet. “Es ist wichtig, dass sie auch umgesetzt wird, darauf achten wir”, betonte der Landesrat.

Eva Grabherr, Geschäftsführerin der vom Land 2001 ins Leben gerufenen Projektstelle “okay.zusammen leben”, berichtete von vielfältigen Tätigkeiten ihrer Organisation. Dabei steht das Wahrnehmen der Brückenfunktion zwischen den Bedürfnissen der Migranten und den Angeboten von Bund, Land, Gemeinden und Vereinen im Vordergrund. Der überwiegende Großteil der Bemühungen betreffe den Bildungsbereich, erklärte Grabherr. “Ohne entsprechende Bildung wird es keine Beheimatung geben”, stellte die Integrations-Expertin fest. Die Konzentration gelte speziell den Eltern mit Migrationshintergrund. “Diese Gruppe ist aufgewacht und sensibilisiert, bis sich Erfolge zeigen, braucht es aber noch ein bisschen Zeit”, so Grabherr.

Bis Jahresende werde eine Studie zur Integration der zweiten Generation in Vorarlberg vorliegen. “Dann werden wir sehen, wo wir in Fragen betreffend die Identität, die Bildung oder auch die Arbeit stehen”, so Grabherr. Bezüglich eines verstärkten Kontakts zwischen Migranten und Einheimischen führte die Geschäftsführerin ein in Altach durchgeführtes Pilotprojekt aus dem vergangenen Jahr an.

  • VIENNA.AT
  • Vorarlberg
  • Sausgruber sieht Integration als längerfristigen Prozess
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen