Sausgruber gegen Sonntagsöffnung

Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (V) hat sich bei den Länderchefs für seinen Vorstoß in Sachen Sonntagsöffnung eine Abfuhr geholt.
Debatte um Öffnungszeiten
Der Wiener Bürgermeister Michael Häupl (S) ließ der APA über seinen Sprecher ausrichten, dass das momentan kein Thema sei. Auch der Landeshauptmann von Oberösterreich, Josef Pühringer (V), hält die bestehenden Regelungen für ausreichend. Ähnliches ist aus Salzburg, der Steiermark und Vorarlberg zu hören. Die jeweiligen Landeshauptleute denken nicht an Änderungen.

Innenministerin und ÖAAB-Bundesobfrau Johanna Mikl-Leitner (V) hält die Ladenöffnungszeiten ebenfalls für ausreichend. “Eine Ausweitung der Öffnung halte ich nicht für sinnvoll”, ließ sie am Montag per Aussendung wissen. Nach Ansicht der Grünen ArbeitnehmerInnensprecherin Birgit Schatz würde die Sonntagsöffnung den Arbeitnehmern sowie kleinen Betrieben schaden, was für die Grünen “inakzeptabel” sei.

Derzeit arbeiten in Österreich etwa 470.000 Menschen schon regelmäßig am Sonntag. Im Handel sind 350.000 Personen beschäftigt, die Gewerkschaft schätzt, dass bereits jeder Zehnte davon am Sonntag arbeitet.

In der aktuellen Diskussion sind selbst viele Handelsbetriebe nicht für eine Ausdehnung der Ladenöffnungszeiten. “Wir sind gegen eine generelle Sonntagsöffnung, aber sehr wohl für die Öffnung an Sonderstandorten wie Flughäfen oder Tankstellen”, meinte etwa Spar-Sprecherin Nicole Berkmann. Als Verfechter der Sonntagsöffnung neben Richard Lugner gilt Markus Pichler, der Chef des größten heimischen Einkaufszentrenbetreiber Unibail-Rodamco (SCS, Donauzentrum, etc.). Er möchte an sechs bis acht Sonntagen im Jahr aufsperren.

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