Sarkozy steigt bei Wahlniederlage aus Politik aus

Frankreichs Präsident Sarkozy will sich im Fall einer Wahlniederlage komplett aus der Politik zurückziehen. "Ich werde etwas anderes machen, aber was genau, das weiß ich noch nicht", sagte der 57-Jährige am Donnerstag in einem Interview des Fernsehsenders BFMTV. Er beschäftige sich nicht mit dieser Perspektive.
Sarkozy gibt Fehler zu

“Ich setze all meine Kräfte ein, um Frankreich zu schützen (…), um ein starkes Frankreich zu fördern, um diese Wahl zu gewinnen”, betonte Sarkozy. Nach Umfragen droht dem konservativen Politiker allerdings eine deutliche Niederlage. In der zu erwartenden Stichwahl am 6. Mai sahen Meinungsforscher zuletzt den Sozialisten Francois Hollande mit 56 Prozent als klaren Sieger. Kandidaten wie die Rechtsextreme Marine Le Pen oder der Zentrumspolitiker Francois Bayrou würden laut Umfragen mit der ersten Abstimmungsrunde am 22. April ausscheiden.

Sarkozys Pläne nach Wahlniederlage

In dem Interview am Donnerstag äußerte sich Sarkozy erstmals öffentlich zu seinen Plänen im Fall einer Wahlniederlage. Eine Überraschung war die Rückzugsankündigung allerdings nicht. Bereits im Jänner waren ähnliche Äußerungen Sarkozys aus einem Hintergrundgespräch publik geworden. Damals hatte der Präsident gesagt, man werde nichts mehr von ihm hören, wenn er die Wahl verlieren sollte.

Streben nach Geld

“Ich mache seit 35 Jahren Politik, ich habe einen Beruf. Ich werde mein Leben komplett ändern”, zitierten Zeitungen den gelernten Rechtsanwalt. Medienberichten zufolge soll Sarkozy zudem bereits häufig davon gesprochen haben, nach seiner Amtszeit viel Geld verdienen zu wollen.

APA

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