Salzburg verschärft Corona-Maßnahmen ab 8. November

Ab 8. November gelten in Salzburg schärfere Corona-Regeln.
Ab 8. November gelten in Salzburg schärfere Corona-Regeln. ©APA/BARBARA GINDL
Wegen der steigenden Corona-Neuinfektionen verschärft das Land Salzburg die Maßnahmen ab 8. November.

Es gilt die 2G-Regel für die Nachtgastronomie und Veranstaltungen mit mehr als 500 Personen und die 2,5G-Regel am Arbeitsplatz, für Veranstaltungen und Zusammenkünfte mit 26 bis 500 Personen. Zudem gilt in der Hotellerie, Gastronomie, für Indoor-Freizeiteinrichtungen, Museen, körpernahe Dienstleister, Seniorenwohnhäuser und Spitäler (Patienten ausgenommen) ebenfalls 2,5G.

2G-Regel in Nacht-Gastro kommt, Antigentests kein gültiger Nachweis

Die FPP2-Maskenpflicht bleibt wie bisher in Geschäften des täglichen Gebrauchs wie Supermärkte und Apotheken, im gesamten Handel, bei körpernahen Dienstleistern und in Kultureinrichtungen aufrecht. Die Ausreisekontrollen in den Tennengauer Gemeinden Annaberg-Lungötz, St. Koloman und Adnet enden morgen, Mittwoch, um 24.00 Uhr.

Die 2G-Regel für die Nachgastronomie und Veranstaltungen bzw. Zusammenkünfte mit mehr als 500 Personen tritt allerdings mit 8. November laut dem aktuellen Stufenplan (Stufe zwei) auch österreichweit in Kraft. Bei Stufe zwei gilt in der Nachtgastronomie sowie bei Veranstaltungen ohne zugewiesene Sitzplätze mit mehr als 500 Personen eine 2G-Regel, d.h. nur mehr Geimpfte oder Genesene haben dort Zutritt. Außerdem sind in Stufe zwei Antigentests mit Selbstabnahme ("Wohnzimmertests") österreichweit nicht mehr als Nachweis für Bereiche mit 3G-Eintrittsregel gültig.

"Besorgniserregende" Entwicklung bei Neuinfektionen in Salzburg

Die Entwicklung der Corona-Neuninfektionen in Salzburg sei sehr besorgniserregend, erklärte Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) am späten Dienstagnachmittag in einer Aussendung der Landeskorrespondenz. "Bisher haben sich rund 60 Prozent der Bevölkerung impfen lassen, das ist eindeutig zu wenig, um nicht zusätzliche Maßnahmen ergreifen zu müssen."

Salzburg müsse daher bei einer aktuellen Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 600 scharfe Maßnahmen setzen, um das Gesundheitssystem auch weiter aufrechterhalten zu können. "Die Rahmenbedingungen mit ausreichend Impfmöglichkeiten und PCR-Gurgeltests in den Stationen und zu Hause wurden bereits geschaffen", so Haslauer.

Die Sieben-Tage-Inzidenz im Bundesland Salzburg lag am Dienstag mit Stand von 8.30 Uhr laut Landesstatistik bei insgesamt 601,6. Bei den ungeimpften Personen betrug der Wert 1.200, bei den Geimpften rund 220. Die Infektionszahlen stiegen in allen Bezirken stark an. "Deshalb laufen regionale Beschränkungen wie geplant aus und an ihre Stelle treten schärfere Maßnahmen im gesamten Bundesland", erläuterte der Landeshauptmann.

Sieben-Tages-Inzidenz im Bundesland steigt an

Aktuell waren am Dienstag 5.092 Personen im Bundesland mit dem Coronavirus infiziert. 115 Patienten befanden sich im Spital, davon 13 auf der Intensivstation. Die Sieben-Tage-Inzidenz nähere sich im Bundesland Salzburg den Höchstständen vom vergangenen Herbst, wie Gernot Filipp von der Landesstatistik in der Aussendung betonte.

Auffällig sei jedoch, dass bei vergleichbarer Inzidenz die Hospitalisierung heuer deutlich geringer ist. "Bei einer Inzidenz von zirka 600 mussten im November vergangenen Jahres 202 Covid-19-Patienten im Spital betreut werden, in diesem Jahr sind es 115", sagte Filipp. "Das zeigt: Die Impfung wirkt, sie hilft sehr gut gegen einen schweren Krankheitsverlauf." Rund 210.000 Salzburgerinnen und Salzburger seien noch ungeimpft. "Ein triftiger Grund für das sehr dynamische Infektionsgeschehen."

Drittimpfung in Salzburg ab sofort möglich

In Salzburg ist eine Auffrischungsimpfung sechs Monate nach der Vollimmunisierung ab sofort möglich, man folge der Empfehlung des Nationalen Impfgremiums (NIG), informierte die Landeskorrespondenz am Dienstagnachmittag. Es gebe genug Impfstoff und Kapazitäten, sagte Gesundheitsreferent LHStv. Christian Stöckl (ÖVP).

Alle Personen, die auf www.salzburg-impft.at registriert sind und als geimpft vermerkt sind, werden zusätzlich über die nötige Auffrischung per E-Mail oder SMS informiert. Zur Covid-19-Auffrischungsimpfung meldet man sich dort an, wo die Erst- oder Zweitimpfung verabreicht wurde. Man kann auch eine andere Impfordination auswählen. Dazu steht unter salzburg.gv.at/einfachimpfen eine Suchfunktion zur Verfügung.

Seit vergangenen Freitag sind vier Todesfälle in Zusammenhang mit Corona dazugekommen, damit hat sich die Gesamtzahl der Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 in Salzburg seit Ausbruch der Pandemie auf 627 erhöht.

(APA/Red)

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