Salzburg putzt Griesgasse um zwei Mio. Euro heraus

Die im Vorfeld heftig diskutierte und im Herbst des Vorjahres realisierte Verkehrsberuhigung in der Salzburger Griesgasse mitten in der Altstadt bekommt im kommenden Jahr den versprochenen optischen Aufputz. Baustadträtin Barbara Unterkofler (NEOS) präsentierte am Freitag die Pläne für die Neugestaltung der Gasse, für die die Stadt Salzburg zwei Millionen Euro in die Hand nehmen wird.


Seit 5. Oktober 2013 dürfen den Bereich nur mehr Busse, Radfahrer und Lieferfahrzeuge befahren. Nun sollen die Gehsteige verschwinden und die Oberfläche teils mit Granitsteinpflaster und teils mit ockergelbem Splittmastix gestaltet werden. Auf der Seite des AVA-Hofes werden Bäume gepflanzt, und eine neue Beleuchtung ist ebenfalls vorgesehen. Das Nutzungskonzept sieht in der Mitte eine rund vier Meter breite Fahrbahn und beidseitig einen jeweils mindestens zwei Meter breiten Gehbereich vor. Zwischen Fahrbahn und Gehbereichen sind Ruhezonen, vermutlich vier Schanigärten und Ladezonen geplant, wobei diese Flächen sehr flexibel gewechselt werden können, weil sich ja auch die Nutzung der angrenzenden Gebäude ändern kann.

Ein neues Aussehen bekommt auch der Ferdinand-Hanusch-Platz, wobei hier die Pläne noch nicht im Detail fixiert sind. Auf jeden Fall soll der Wartebereich der Bushaltestelle deutlich verbreitert werden, möglicherweise sogar bis zur heutigen Grüninsel, sagte Michael Handl, der Leiter des Straßenamtes. Außerdem erhalten die Fahrgäste auch eine Überdachung. Da die meisten Touristen über den Makartsteg hier die Altstadt erreichen, soll der Gehbereich gleich nach dem Steg und dem Franz-Josef-Kai stark verbreitert werden.

Geplanter Baubeginn für die Neugestaltung ist im März. Der erste Abschnitt betrifft die Griesgasse selbst. Während der Festspielzeit werden die Arbeiten unterbrochen, anschließend erfolgt die Gestaltung des Ferdinand-Hanusch-Platzes. Abgeschlossen sein sollen die Arbeiten im Oktober kommenden Jahres.

Der Herkunft des Namens ist übrigens selbst vielen Salzburgern nicht bekannt. Die Gasse wurde nach dem Salzach-Gries benannt: Dieser grobe Kies hat sich früher bis zur mittelalterlichen Stadtmauer ausgebreitet, also genau dort, wo nach der Regulierung die heutige Griesgasse entstand.

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