Salzburg - „Die EM muss unser Fest werden“

Bei den Vorbereitungsarbeiten in Salzburg für die Fußball-Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz steigt die Betriebstemperatur.

Das im März vom Salzburger EM-Koordinator vorgelegte Host-City-Konzept ist von der UEFA gutgeheißen worden und soll jetzt im Detail ausgearbeitet werden. Immerhin, die Salzburger Altstadt, in der die Fan-Meile mit den Großbild-Leinwänden untergebracht sein wird, muss sich auf rund fünf Mal so viele Fans einstellen, wie das EM-Stadion in Wals-Siezenheim selbst.

Zwar wird das Stadion um 20 Mio. Euro auf eine Kapazität von 30.000 Zuschauern aufgestockt. Aber dort werden, am 10., 14. und 18. Juni ganze drei Spiele stattfinden. In der Innenstadt – auf dem Residenzplatz, dem Mozartplatz und dem Kapitelplatz – werden pro Spieltag bis zu 25.000 Fans erwartet. „Da es aber 31 Spiele an 19 Spieltagen gibt, wird die Zone rund um den Dom zum eigentlichen Zentrum der EM in Salzburg“, sagte Wolfgang Weiss, EM-Koordinator von Stadt und Land Salzburg, im APA-Gespräch. „Besonders wenn die Auslosung am 2. Dezember prominente Teams nach Salzburg weist, dann
wird die Hölle los sein.“

Zwei riesige Bildschirme mit mehr als 50 Quadratmetern pro Stück auf dem Residenzplatz sind geplant. Ob es wie bei der WM eine Tribüne geben wird, ist aus sicherheitstechnischen Gründen noch nicht klar. 30 Zelte für VIP und Sponsoren werden auf dem Mozartplatz aufgestellt, dazu kommt eine Toiletten-Containerstadt vor dem ehemaligen Hauptpostamt, und der Kapitelplatz ist für einen Familien-Fußball-Park vorgesehen.

Im Congresshaus wird es ein Sub-Medienzentrum geben, und selbst für „exotische Einrichtungen“ wie Fan-Botschafter für jede Nation soll gesorgt werden. „Jetzt müssen wir Anrainer und Grundbesitzer in der Fan-Meile informieren, auch mit den Wirten werden wir reden. Man spürt ganz deutlich, die Salzburger sind entflammbar für die EM. Wenn es gelingt, die EM zu unserem Fest zu machen, dann hat Salzburg gewonnen“, so Weiss. „Und, wenn wir die Grätsche zwischen Fans, Einheimischen, Medien und Sicherheit schaffen.“

Es geht dem Koordinator längst nicht mehr um Fußball, „wir reden da von einem Marketing-Event erster Ordnung. Österreichische Firmen scheinen das noch nicht wirklich kapiert zu haben. Ich hoffe aber, wir können sie aufrütteln, die Plattform EM zu nützen“, sagte Weiss. Tatsächlich haben sich zehn offizielle UEFA-Sponsoren und vier nationale EM-Sponsoren längst präsentiert, während die Verträge mit den regionalen Host-City-Sponsoren noch nicht unter Dach und Fach sind. „Und das, obwohl klar ist, dass Salzburg, besonders die
Gastronomie und die Werbewirtschaft, von der EM nachhaltig profitieren wird“, gibt sich Weiss optimistisch.

Das Budget von 1,9 Mio. Euro für die Organisation der Fan-Meile inder Altstadt stammt zum Großteil (1,1 Mio.) von der UEFA. 200.000 Euro haben Stadt und Land in die Kasse gezahlt und den Rest werden besagte Sponsoren aufbringen.

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