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S45-Zugkollision in Wien-Penzing: Details zum Unfall mit mehreren Schwerverletzten

Nach der S45-Zugkollision: Großeinsatz in vollem Gange
Nach der S45-Zugkollision: Großeinsatz in vollem Gange ©VIENNA.AT/Alexander Blach
Die Anzahl der Verletzten bei einer Zugkollision in Wien-Penzing, bei der Montagfrüh zwei S-Bahnen der Linie S45 frontal zusammenstießen, hat sich erhöht. Fünf Schwer- und 41 Leichtverletzte hat das Unglück nach aktuellem Informationsstand gefordert - zwei Opfer schweben in Lebensgefahr. Auch einer der Lokführer befand sich unter den Verletzten. Inzwischen ist auch Näheres zu Unfallhergang und -ursache bekannt.
Bergung der Opfer
Einsatz vor Ort
Zugkollision: Erste Bilder
Das S45-Unglück

Wie berichtet sind in Wien-Penzing am Montag gegen 8.45 Uhr aus zunächst unbekannter Ursache zwei vollbesetzte Schnellbahnzüge der Vorortelinie (S45) frontal zusammengestoßen. Bei der Kollision wurden nach Angaben der Wiener Berufsfeuerwehr fünf Menschen schwer sowie mehrere leicht verletzt. Laut derzeitigem Stand sind alle Unglücksopfer bereits befreit, hieß es in einer Aussendung von Feuerwehr und Rettung.

Groß-Einsatz bei S45-Unfall

Es sind rund 70 Einsatzkräfte der Wiener Berufsfeuerwehr und 10 Rettungsfahrzeuge, vier Notarztfahrzeuge sowie der Katastrophenzug der Rettung in Einsatz, welcher am Vormittag noch im Gange war und nach Angaben der Einsatzkräfte noch bis Mittag dauern könnte.

Details zum Hergang der Zugkollision

Um 8.45 Uhr stießen die beiden Garnituren auf Höhe Zehetnergasse zusammen. Unter den Schwerverletzten war auch einer der Lokführer. Die Opfer wurden in einer nahegelegenen Rettungsstation erstversorgt. Die Bergung der restlichen Passagiere war am Vormittag noch im Gange.

Dort, wo sich der Zusammenprall der Schnellbahnzüge ereignet hat, verläuft die Strecke der Vorortelinie eingleisig. Die beiden Garnituren waren zum Zeitpunkt des Unglücks laut ÖAMTC voll besetzt. Dementsprechend langwierig gestaltete sich die Bergung aller Fahrgäste. Erst nach 10.30 Uhr konnten die auch die letzten Passagiere die Waggons verlassen.

Sperre der Westbahnstrecke

Die Westbahnstrecke war vorerst gesperrt. Im Einsatz standen nebst dutzenden Helfern auch zwei Notarzthubschrauber (Christophorus 3 und 9). “Wir werden natürlich versuchen die Ursache für den Zusammenstoß zu klären, aber vorerst steht die Betreuung der Passagiere im Vordergrund”, sagte Nettel. Laut ÖBB sind die Strecken zwischen Wien Westbahnhof und Wien Hütteldorf sowie zwischen Wien Hütteldorf und Wien Breitensee unterbrochen. Die Fahrausweise der ÖBB gelten derzeit auch für die Wiener Linien.

Weiters kam es im Zuge des Unglücks zu Straßensperren umliegender Straßen in Wien-Penzing: Betroffen waren die Zehetnergasse zwischen Hadikgasse und Linzer Straße sowie die Baugartenstraße zwischen Guldengasse und Zehetnergasse. Der Verkehr wurde lokal umgeleitet. Nach der Zugkollision wird aller Voraussicht nach den ganzen Tag über die Strecke der S45 wegen Aufräumarbeiten gesperrt sein und die Züge nicht verkehren können.

41 Verletzte – zwei Menschen in Lebensgefahr

Nach Angaben der Rettung von Donnerstagmittag musste die Anzahl der Opfer Donnerstagmittag abermals nach oben korrigiert werden – das S45-Unglück habe insgesamt 41 Verletzte gefordert, hieß es. Fünf davon wurden schwer verletzt, zwei von ihnen befanden sich in kritischem Zustand. Vorläufige Ursachen dürften laut ÖBB eine defekte Weiche sowie eine irrtümlich erteilte Fahrerlaubnis gewesen sein.

Unfall-Ursache: Technisches oder menschliches Versagen?

Ersten Analysen zufolge war eine Weiche defekt. Zusätzlich habe der Fahrdienstleiter in Penzing dem Zug Richtung Hütteldorf eine Fahrerlaubnis erteilt, weil er dafür das OK erhalten hatte. Ob es sich dabei um menschliches Versagen handelte, sei zum derzeitigen Ermittlungsstand noch nicht gesichert. “Es ist aber nicht auszuschließen”, so ÖBB-Sprecherin Sarah Nettel.

Die Opfer wurden in einer nahegelegenen Rettungsstation erstversorgt. Unter den Schwerverletzten befand sich neben dem Lokführer auch ein Mann, der unmittelbar hinter der Lokführerkabine gesessen war. Die beiden Männer wurden vom Notarzthubschrauber Christophorus 3 ins Unfallkrankenhaus Meidling gebracht. Christophorus 9 flog eine 25-jährige Frau sowie einen 54-jährigen Mann ins AKH. Das fünfte schwerverletzte Opfer, eine Frau, wurde ins Wilhelminenspital eingeliefert.

Für die rund 50 Einsatzkräfte der Rettung wurde die Zehetnergasse zwischen Hadikgasse und Linzer Straße sowie die Baumgartenstraße zwischen Guldengasse und Zehetnergasse gesperrt.

Schwierige Bedingungen beim Einsatz

Da beide Garnituren zum Zeitpunkt des Unfalls gut besetzt waren, dauerte es mehr als zwei Stunden, bis alle Fahrgäste aus den Waggons befreit wurden. Die mit 80 Mann und 19 Fahrzeugen angerückte Feuerwehr musste einen Passagier, der unmittelbar hinter der Lokführerkabine gesessen war, mit hydraulischem Gerät befreien.

Nähere Informationen zu S45-Unglück und Streckensperre finden Sie hier.

(apa/red)



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