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Rot-weiß-rote Medaillen-Prognosen für Vancouver

Zehn bis zwanzig Medaillen! In diesem Bereich liegen je nach vorsichtiger oder optimistischer Einschätzung die Medaillen-Erwartungen für die 81 Mitglieder umfassende Olympiamannschaft aus Österreich bei den in einer Woche beginnenden XXI. Winterspielen in Vancouver.

Zwei Dinge scheinen jetzt schon klar zu sein: Die Rekordbilanz von Turin mit 23 Medaillen wird trotz des dazu gekommenen Ski-Cross-Bewerbes nicht erreichbar sein. Und der Skiverband ÖSV wird mit Sicherheit wieder das Gros der Medaillengewinner stellen.

Vor vier Jahren bei den Skandal- und Rekordspielen in Turin hatte der ÖSV für 22 der 23 Medaillen gesorgt, nachdem in Österreich Biathlon zum Skiverband zu zählen ist. 14 Medaillen schafften damals alleine die Alpinskifahrer. Eine Allzeit-Bestmarke, die aufgrund der momentane Schwäche im Speed-Sektor wohl auch nach Vancouver noch Bestand haben wird.

Die österreichischen Medaillen-Prognosen im Einzelnen:

SKI ALPIN (6-8):

Herren (4-5): Die Goldtipps bei den Alpin-Herren sind im
Slalom-Lager zu finden, der vierfache Saisontriumphator Reinfried
Herbst, Olympiasieger Benjamin Raich, Marcel Hirscher und Weltmeister
Manfred Pranger werden um den Sieg mitfahren. Im Riesentorlauf sind
Raich und Hirscher Medaillenanwärter, in der Super-Kombi ruhen die
Hoffnungen wohl auf Raich, Romed Baumann könnte überraschen. Nicht
nach Wunsch verlaufen sind im Weltcup die Speed-Bewerbe für den ÖSV,
wenn Michael Walchhofer rechtzeitig fit wird, ist mit ihm in Abfahrt
und Super-G aber ebenso zu rechnen wie mit Mario Scheiber. Wem der
Berg aber am besten liegt, werden die Trainingsläufe weisen.

Damen (2-3): Auch bei den ÖSV-Damen sollte es am ehesten in den
technischen Disziplinen klappen. Kathrin Zettel ist in der
Super-Kombi und im Riesentorlauf ebenso gut für eine Medaille wie im
Slalom, in dem Österreich mit Marlies Schild sogar die Topfavoritin
stellt. Im Super-G ist für Elisabeth Görgl, Andrea Fischbacher und
Anna Fenninger von einer Medaille bis zu einer Pleite alles drin.
Erstmals seit langem kein Edelmetall darf man sich nach den
Rücktritten von Dorfmeister, Meissnitzer und Götschl in der
Abfahrt erwarten.

FREESTYLE (1-2):

Ski Cross (1-2): Der Tiroler Weltmeister Andreas Matt zählt nach
einem Sieg und einem zweiten Platz in den letzten zwei
Weltcup-Bewerben vor den Winterspielen zu den Mitfavoriten auf den
Olympiasieg, Patrick Koller und Thomas Zangerl haben
Außenseiterchancen. Wenn Vizeweltmeisterin Karin Huttary den
Finaleinzug schafft, ist ihr alles zuzutrauen. Das gilt beim Kampf
Mann gegen Mann und Frau gegen Frau übrigens für alle Crosser.

Buckelpiste (0): Margarita Marbler hat auch diesen Winter mit Rang
drei in Calgary einen Weltcup-Podestplatz erreicht und ist im
Gegensatz zu Turin gesund. Die Kärntnerin vertraut aber einem
Programm mit Sicherheitssprüngen, während die Konkurrenz bei
Großwettkämpfen meist alles riskiert. Eine Medaille wäre daher eine
Riesenüberraschung.

SNOWBOARD (1-2):

Nachdem im Lager der ÖSV-Crosser der Verletzungsteufel gewütet hat
und bei den Herren der zurückgetretene Weltcup-Gesamtsieger Hansjörg
Unterrainer (Kreuzbandriss) fehlt, Weltmeister Markus Schairer mit
gebrochenen Rippen antreten muss und keine der drei ÖSV-Damen im
Weltcup eine Top-8-Platzierung geschafft hat, liegen die Hoffnungen
vor allem bei den alpinen Herren. Slalom-Weltmeister Benjamin Karl
und Andreas Prommegger zählen im PGS zu den Favoriten, während Sigi
Grabner eine lange Verletzungspause hinter sich hat. Auch eine aus
dem Damen-Quartett Doris Günther, Claudia Riegler, Marion Kreiner und
Ina Meschik hat im Parallelbewerb Potenzial für das große Finale.
Verbandsziel sind zwei Medaillen, die nicht aus Bronze sind. Das
scheint möglich.

SKI NORDISCH (4):

Langlauf (0): Katerina Smutna ist die einzige Vertreterin im
ÖOC-Langlauf-Team, erstmals seit Jahrzehnten ist kein einziger Mann
im Aufgebot. Für Smutna ist im Klassik-Sprint ein Top-Ten-Rang
möglich.

Nordische Kombination (1): Für die Olympiasieger-Mannschaft von 2006
wird es trotz Rückkehr von Doppel-Olympiasieger Felix Gottwald schwer
werden, eine Medaille zu holen. Der Weltcup-Gesamt-Zweite Gottwald
und mit Abstrichen Mario Stecher dürfen aber mit Edelmetall in einem
der zwei Einzelbewerbe spekulieren, eine Medaille ist neuerlich auch
im Teambewerb erreichbar.

Skispringen (3): Auch hier tritt mit Thomas Morgenstern ein
Doppel-Olympiasieger an. Aufgrund der aktuellen Dominanz sind die
ÖSV-Adler im Teambewerb eigentlich eine Bank auf Edelmetall, wenn
nicht auf Gold. Einen Gregor Schlierenzauer ohne Einzelmedaille kann
man sich nicht vorstellen, auch Tourneesieger Andreas Kofler,
Wolfgang Loitzl und Morgenstern sind Medaillen zuzutrauen.

BIATHLON (1-2):
Die Vize-Weltmeister haben im Staffelbewerb eine gute Chance auf
Edelmetall. Massenstart-Weltmeister Dominik Landertinger, sein “Vize”
Christoph Sumann, Simon Eder und Daniel Mesotitsch haben mit
Weltcup-Podestplätzen ihre Anwartschaft auch für die vier
Einzelrennen angemeldet.

RODELN (0-1):
Andreas und Wolfgang Linger, die Olympiasieger von Turin im
Doppelsitzer, haben im schnellen Eiskanal die beste Medaillenchance
des neunköpfigen Aufgebots.

SKELETON (0):
Acht Jahre nach Silber von Martin Rettl ist Matthias Guggenberger
der einzige Vertreter des ÖOC-Teams. Er peilt einen Top-Ten-Platz an,
eine Medaille scheint noch außer Reichweite.

BOB (0-1):
Mit einem dritten und vierten Platz in den USA hatte Wolfgang
Stampfer jeweils im Vierer zu Saisonbeginn in den USA aufhorchen
lassen. Danach kam eine Bandscheibenoperation, die ihn zurückgeworfen
hat. Im anspruchsvollen Eiskanal könnte der erfahrene Pilot sein
bisher bestes Olympia-Ergebnis (7. 2002 im Zweier) toppen, eine
Medaille ist nur im Optimalfall möglich.

EISKUNSTLAUF (0):
Ziel für den Vorarlberger Victor Pfeifer muss die Verbesserung des
22. Platzes von Turin 2006 sein. Die 15-jährige Debütantin Miriam
Ziegler darf Erfahrung sammeln.

EISSCHNELLLAUF (0):
Die Plätze 16. über 3.000 m und Zwölfte über 5.000 m bei den
Winterspielen vor vier Jahren werden für Anna Rokita heuer nur schwer
zu erreichen sein, in Vancouver hat sie Startplätze über 1.500 m und
3.000 m.

SHORT TRACK (0):
Erstmals ist Österreich in den Kurzbahn-Bewerben der
Eisschnellläufer dabei, Veronika Windisch hat Startplätze über 1.000
und 1.500 m erobert. Auch wenn die Steirerin seit einem halben Jahr
in Kanada lebt, wird sie keine Wunder vollbringen können.

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