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Rot-Schwarzes Kanzlerduell bei der ORF-Wahlfahrt mit Hanno Settele

Rot-schwarzes Kanzlerduell bei der ORF-Wahlfahrt mit Hanno Settele
Rot-schwarzes Kanzlerduell bei der ORF-Wahlfahrt mit Hanno Settele ©ORF/Roman Zach-Kiesling
Ein letztes Mal setzte sich Hanno Settele im Rahmen der ORF-Sendung die "Wahlfahrt" hinter das Steuer des 70er-Jahre-Mercedes und chauffierte zwei Politiker durch Österreich. Dieses Mal bekamen die Zuseher ein Kanzlerduell zu sehen.
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Bis zu 342.000 ließen sich die ersten beiden “Wahlfahrten” nicht entgehen, bis zu 27 bzw. 25 Prozent Marktanteil wurden dabei in den jungen Zielgruppen erreicht. Am Mittwochabend nahmen dann zum letzten Mal zwei Politiker an der “Wahlfahrt” im ORF teil. Dieses Mal gesellten sich die beiden Kanzlerkandidaten Werner Faymann (SPÖ) und Michael Spindelegger (ÖVP) zu Hanno Settele in das Auto.

Während Werner Faymann durch Wien und danach nach Linz gebracht wurde, fuhr Settele Michael Spindelegger durch Tirol. Am Ende der Sendung musste dann einer der beiden Kanzlerkandidaten das Auto schieben.

Werner Faymann packt bei der Wahlfahrt mit an

Dass Werner Faymann auf die “Wahlfahrt” gerne verzichtet hätte, merkte man ihm bereits beim Einsteigen an. “Ich würde gerade lieber etwas arbeiten”, meinte er zu Hanno Settele. Neben seiner Liebe zur Natur und seiner Familie gab der Bundeskanzler auch Einblick in das Leben eines Politikers. Unter anderem erzählte er, dass die Sitzungen im Europäischen Rat, die auch bis 4 Uhr in der Früh dauern können, für ihn recht hart sind. Fit halte er sich in solchen Situationen mit viel Kaffee.

Außerdem erfuhr der Zuseher, dass er aus keinem politischen Elternhaus kommt. “Meine Eltern waren bei keiner Partei”, erzählte Werner Faymann. Als junger Mensch schloss sich Faymann der SPÖ an und bis heute mache er seinen Beruf aus voller Leidenschaft. Im Herzen sehe er zwischen Sozialdemokraten und christlich-sozialen Menschen sehr viele Gemeinsamkeiten, so Faymann.

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Auch zum Bildungssystem äußerte sich der SPÖ-Chef. Er erzählte, dass seine größere Tochter auf einer Privatschule war und seine Kleinere eine öffentliche Ganztagsschule besuche. Privatschulen würde er nicht verbieten wollen, stellte der Kanzler klar. Es gehe ihm mehr um die Möglichkeit der Auswahl.

Der Zuseher bekam den Familienmenschen Werner Faymann zu sehen, der preisgab, dass er ein schlechter Eisläufer ist, gerne Karten spielt, und gerne einmal in seinem Garten sitzt. Als am Ende der 70er-Jahre-Mercedes den Geist aufgab, packte Faymann mit an und half das Auto auf den Gehsteig zu schieben.

Michael Spindelegger: “Bin ein hirnorientierter Mensch”

Als ÖVP-Chef Spindelegger von Hanno Settele gefragt wurde, was ihn von Werner Faymann unterscheidet, antwortete er: “Ich bin ein mehr hirnorientierter Mensch. Ich glaube dass ich mehr konzentriert auf eine Sache hinarbeite als er.” Außerdem ginge es ihm nicht so sehr um die Darstellung. Die beiden hätten jedoch ein konstruktives Arbeitsverhältnis, so Spindelegger weiter.

Die Forderung der ÖVP, die Wirtschaft in den nächsten Jahren zu entfesseln, kritisierte Hanno Settele. Spindelegger meinte dazu: “Die Leute wissen schon ganz genau was ich da will.”

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Michael Spindelegger gab bei der “Wahlfahrt” ebenfalls einen Einblick in sein Leben. So erfuhr der Zuseher, dass der Kanzlerkandidat vor jedem Auftritt nervös ist und sich nicht alles zu Herzen nimmt, was über ihn gesprochen oder geschrieben wird. “Wenn man immer ernst nimmt, was andere über einen sagen, bekäme man ein Magengeschwür”, sagte Spindelegger dazu. Auch, dass er die letzten zehn Jahre nicht ein Mal betrunken war und einen Strafzettel bekam, weil er in Wien nach der Umstellung einen alten Parkschein verwendete, erzählte der ÖVP-Chef, den die Zuseher lockerer und authentischer als zuvor bei seinen Fernsehauftritten zu sehen bekamen.

Am Ende erzählte er noch, was er sich von Werner Faymann wünschen würde, wenn es erneut zu einer Zusammenarbeit käme. Spindelegger hätte gerne, dass sie sich gemeinsam auf Wachstum konzentrieren und Ideologien beiseite schieben.

Die ORF-“Wahlfahrt”: Ein voller Erfolg

Insgesamt erreichte das vom ORF-Eins-Info-Team völlig neu entwickelte TV-“Wahlkampf”-Format mit allen drei Ausgaben 1,030 Millionen Zuseher, das sind 14 Prozent der heimischen TV-Bevölkerung ab 12 Jahren. Für den verantwortlichen ORF-TV-Chefredakteur Fritz Dittlbacher war die “Wahlfahrt” die spannendste und ungewöhnlichste TV-Neuentwicklung der vergangenen Jahre im Bereich des politischen Journalismus.

Hanno Settele über seine Fahrten mit Faymann bzw. Spindelegger, Autopanne inklusive: “Auf der letzten Wahlfahrt entdecken Kanzler und Vizekanzler – unabhängig voneinander – Gemeinsamkeiten. Und: Wer genau hinsieht, kann in dieser Folge viel über den Charakter der beiden erfahren.”

Politiker von ihrer persönlichen Seite, die ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern und abseits von der Nationalratswahl Einblick in die Politik geben, machten die “Wahlfahrt” zu einer erfolgreichen und vor allem interessanten Sendung während des Wahlkampfs.

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(NTA)

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