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Revolutionärer Plan

Am Dienstag bei der Präsidentenkonferenz will Bundesliga-Chef Frank Stronach den Klubs vorschlagen, ab dem Sommer eine Jung-Nationalmannschaft Österreich "JUNO" am Meisterschaftsbetrieb teilnehmen zu lassen.

Er will den Klubs eine Elfer-Liga vorschlagen, in der ab Sommer die Jung-Nationalmannschaft Österreich “JUNO” dabei sein soll. Auf Vorschlag von Teamchef Hans Krankl soll dabei nicht um Punkte, sondern um Geld gespielt werden.

Pro Partie – im Heimstadion des jeweiligen Vereins – soll es dabei um 40.000 Euro für den Sieger gehen. Neben der normalen Runde (Spiele am Freitag und Sonntag) ist die Begegnung der Jung-Nationalmannschaft für Sonntag vorgesehen. Je zehn Begegnungen wären für Herbst sowie Frühjahr vorgesehen. “Wir müssen uns Gedanken machen den Fußball auf eine höhere Ebene zu heben. Dass die momentane Situation nicht funktioniert, sieht man, wir müssen den jungen Spielern mehr Einsätze ermöglichen”, fordert Frank Stronach.

Das Budget von 1,2 Millionen Euro soll teilweise durch Sponsoren abgedeckt werden. “Es wäre eine win-win-Situation. Die Vereine würden mehr Geld bekommen und die jungen Spieler könnten zeigen, was sie können”, so der Bundesliga-Chef, der der Akzeptanz seines Vorschlags optimistisch entgegen blickt: “Ich glaube, ich kann die Vereine gewinnen.” Eingesetzt werden sollen maximal 23-24 Jährige aus der Bundesliga sowie die besten Akteure aus den Nachwuchs-Akademien. Die Spieler aus der Ersten Liga sollen hingegen weiterhin in der Red Zac-Liga ihre Praxis sammeln.

Reaktionen:

Friedrich Stickler (ÖFB-Präsident): “Diese JUNO wird sicher nicht die Nachwuchs-Nationalmannschaft sein. Positiv ist natürlich eine zusätzliche Möglichkeit für junge Spieler, um Erfahrung zu sammeln.”

Didi Constantini (Salzburg-Sportdirektor): “So etwas Ähnliches habe ich im Kopf gehabt. Das U21-Team soll als Mannschaft beieinander bleiben, ohne abzusteigen. Es muss eine Aktion gesetzt werden, die nicht normal ist. Mit unseren Aktionen sind wir sonst immer einen Tick zu spät. Bei uns sind Talente 21, im Ausland 18/19.”

Alfred Tatar (Admira-Trainer): “Interessant, jetzt kommt Bewegung in die Sache. Ein anderer Vorschlag von früher wäre aber zu überlegen: Kein Absteiger. Damit würden Vereine, die immer in Abstiegsgefahr sind, auf ausländische Spieler verzichten.”

Josef Hickersberger (Rapid-Trainer): “Diese Schnapsidee ist wohl eher für den 1. April gedacht. Wen interessieren Heimspiele gegen eine Jung-Nationalmannschaft, wenn es nicht um Punkte geht? Die Partien werden unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden, die Vereine werden nicht mit den stärksten Spielern antreten und ich weiß auch nicht, wer das zahlen soll. Ich halte davon überhaupt nichts.”

Hannes Kartnig (Sturm-Präsident): “Ich glaube, dass viele Spieler wahrscheinlich zu eitel.”

Hans Grill (Präsident von SW Bregenz): “Vorschlagen kann Herr Stronach viel. Alles was Geld kostet ist für ihn eine Lappalie und für die kleinen Vereine viel Geld.

Georg Zellhofer (Pasching-Trainer): “Man muss sich genau Gedanken machen, welche Spieler da eingesetzt werden könnten. Bei der Austria ist der Kader groß, da wäre es kein Problem, Spieler abzustellen, aber bei anderen Klubs gäbe es Probleme. Ich bin aber für neue Ideen, der Grundgedanke und Denkansatz ist positiv. Für den Nachwuchs etwas zu tun, zahlt sich immer aus.”

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