Rest-Vermögen von I.G.Farben gefordert

Frühere NS-Zwangsarbeiter des ehemaligen deutschen Chemiekonzerns I.G. Farben haben Anspruch auf das Restvermögen des insolventen Unternehmens angemeldet.

Das auf 2,2 Milliarden Euro bezifferte Guthaben einer ehemaligen I.G. Farben-Tochter auf Schweizer Konten gehöre moralisch den einstigen Sklavenarbeitern, erklärte eine Initiative am Mittwoch in Berlin. „Die überlebenden Opfer des Konzerns sind die wichtigsten Gläubiger”, betonten die Unterzeichner. Einige von ihnen waren Zwangsarbeiter im früheren I.G.-Farben-Werk nahe des KZ Auschwitz.

Der US-Anwalt Ed Fagan wolle für I.G. Farben-Aktionäre auf Herausgabe des Vermögens gegen die Schweizer Bank UBS klagen und habe den Überlebenden bei Erfolg eine kleinen Teil der Summe versprochen. Die von der Schweiz aus operierende I.G. Farben-Tochter Interhandel (früher: I.G. Chemie) sei 1997 von den USA und der UBS-Vorläuferin Schweizer Bankgesellschaft einverleibt worden, erklärte die Initiative weiter.

Klagen der I.G. Farben auf Auszahlung der Gelder seien immer wieder gescheitert. „Die vage Ankündigung einiger Brosamen” werde nun als Druckmittel gegenüber der UBS und US-Gerichten missbraucht.

  • VIENNA.AT
  • Chronik
  • Rest-Vermögen von I.G.Farben gefordert
  • Kommentare
    Die Kommentarfunktion ist für diesen Artikel deaktiviert.