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Regionale Arbeitslosigkeit: Schwache Zahlen aus Wien

Regionale Arbeitslosigkeit 2014 - OÖ top, Kärnten und Wien schwach
Regionale Arbeitslosigkeit 2014 - OÖ top, Kärnten und Wien schwach ©APA/DPA/JULIAN STRATENSCHULTE
In Österreich ist die Arbeitslosigkeit regional sehr unterschiedlich verteilt. In Wien sind 11,6 Prozent der Menschen ohne Arbeit.

2014 lag die Arbeitslosenquote österreichweit im Schnitt bei 8,4 Prozent (2013: 7,6 Prozent). Das Arbeitsmarktservice (AMS) hat die Arbeitslosigkeit auf Ebene der AMS-Bezirke für das Gesamtjahr 2014 errechnet. Demnach sind Rohrbach und Eferding sowie Spittal mit ihren Extremwerten keine Ausreißer, sondern durchaus repräsentativ für die Lage im jeweiligen Bundesland: Oberösterreich glänzt mit sehr niedrigen Arbeitslosigkeit, während Kärntens Wirtschaft unter hoher Arbeitslosigkeit leidet.

Die niedrigste Arbeitslosigkeit

Die niedrigsten Arbeitslosenquoten finden sich in oberösterreichischen Bezirken: Rohrbach und Eferding bilden gemeinsam mit Freistadt (4,1 Prozent) das Spitzentrio, knapp dahinter folgen Perg (4,3 Prozent) und Grieskirchen (4,5 Prozent). Erst an sechster Stelle findet sich mit dem oststeirischen Weiz (4,8 Prozent) ein AMS-Bezirk aus einem anderen Bundesland – gefolgt von Kirchdorf an der Krems (OÖ), Waidhofen an der Ybbs (NÖ) und Scheibbs (NÖ) mit jeweils 4,9 Prozent. Österreichweit an zehntbester Stelle liegt Ried im Innkreis (OÖ) mit 5,0 Prozent, gefolgt von Hallein (S) und Gmunden (OÖ) mit jeweils 5,2 Prozent.

Die höchste Arbeitslosigkeit

Die höchste Arbeitslosigkeit findet sich im Oberkärntner Bezirk Spittal an der Drau (12,5 Prozent), die zweithöchste in der Bundeshauptstadt Wien mit 11,6 Prozent. Am dritten Platz der Negativ-Liste folgen die Kärntner Bezirke Völkermarkt (11,5 Prozent) und Villach (11,4 Prozent) vor Klagenfurt und Landeck (T) mit jeweils 10,5 Prozent. Der Bezirk Gmünd (NÖ) mit 10,3 Prozent und Lienz (Osttirol) mit 10,1 Prozent weisen ebenfalls zweistellige Arbeitslosenquoten auf. Punktgenau am Österreich-Schnitt von 8,4 Prozent landen die Bezirke Wolfsberg (K), Leibnitz (St) und Gänserndorf (NÖ).

Wien das schwächste Bundesland

Der Arbeitsmarkt in den Landeshauptstädten zeigt ebenfalls ein sehr differenziertes Bild: Am niedrigsten ist die Arbeitslosigkeit laut Statistik in Salzburg (5,9 Prozent), Bregenz (6,3 Prozent) und Eisenstadt (6,4 Prozent). Es folgen Innsbruck (6,7 Prozent), Linz neu (7,0 Prozent) und St. Pölten (8,3 Prozent). Auf den drei letzten Plätzen liegen Graz (9,5 Prozent), Klagenfurt (10,5 Prozent) und Wien (11,5 Prozent).

Die schwächere Wirtschaftslage zeigt sich auch im zeitlichen Vergleich: Gegenüber dem Jahr 2013 stieg die Arbeitslosenrate in fast allen Bezirken an. Lediglich in zwei Regionen, nämlich Leoben (St) und Hermagor (K), ging sie um jeweils 0,4 Prozentpunkte leicht zurück, völlig unverändert blieb sie nur in Perg. Am stärksten gestiegen ist die Quote in Wien mit 1,4 Prozentpunkten.

Zur Erhebung

Alle Daten wurden nach der “österreichischen” Methode ermittelt, die zu anderen Zahlen als die Eurostat-Erhebung führt. Die Arbeitsmarktbezirke stimmen nicht unbedingt mit politischen Bezirken überein, betont das AMS. So wird etwa bei den Städten Villach und Klagenfurt auch das jeweilige Umland dazugenommen. Oberösterreich hat 18 politische Bezirke, aber nur 15 Arbeitsmarktbezirke. Die politischen Bezirke “Linz-Stadt”, “Linz Land” und “Urfahr Umgebung” werden in einen Arbeitsmarktbezirk (“Linz neu”) zusammengefasst.

(APA)

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