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Regenbogenparade-Attacke auf Ulrike Lunacek: Mann in Anstalt eingewiesen

Lunacek wurde auf der Regenbogenparade mit Buttersäure bespritzt
Lunacek wurde auf der Regenbogenparade mit Buttersäure bespritzt ©APA
Jener Mann, der im Verdacht steht, im letzten Sommer bei der Regenbogenparade in Wien die Grüne Europaabgeordnete Ulrike Lunacek sowie später auch Tierschützer mit Buttersäure attackiert zu haben, befindet sich nun in Deutschland in einer psychiatrischen Anstalt.
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Das Landgericht in Frankfurt hat die Einweisung angeordnet, nachdem der Mann nicht nur auf Lunacek in Wien, sondern auch in Berlin und in Frankfurt Anschläge mit Buttersäure verübt haben soll.

Einweisung in psychiatrische Anstalt

Ein Sprecher des Landgerichtes in Frankfurt bestätigte der APA, dass der Mann aufgrund eines psychiatrischen Gutachtens in eine Klinik eingewiesen wurde. Das am Mittwoch ergangene Urteil ist noch nicht rechtskräftig, sowohl sein Verteidiger als auch die Staatsanwaltschaft haben eine Woche Zeit für eine etwaige Revision. Wie lange der Mann in der psychiatrischen Klinik verbringen muss, wurde von Landgericht nicht festgelegt. Das hänge von Erfolg der Therapien ab, in regelmäßigen Abständen werde überprüft, ob er auf Bewährung entlassen werden könne, erläuterte der Gerichtssprecher.

Verdächtiger wohl schuldunfähig

Der Mann war schon vor der Gerichtsentscheidung aufgrund eines “Unterbringungsbefehles” in der psychiatrischen Klinik untergebracht. Ein solcher kann anstelle einer Untersuchungshaft dann erlassen werden, wenn der Verdächtige voraussichtlich schuldunfähig ist. Die Gerichtsentscheidung wurde getroffen, nachdem der Mann in Frankfurt die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben und in Berlin Demonstranten einer Tierschutzdemonstration mit Buttersäure attackiert haben soll.

Buttersäure-Attacke auf Lunacek und Tierschützer

Auch in Österreich soll der Mann nicht nur die Grüne EU-Abgeordnete Lunacek sondern auch Tierschutzdemonstranten mit Buttersäure bespritzt haben. Nach der Attacke gegen Lunacek bei der Regenbogenparade im Juni in Wien hatte die Staatsanwaltschaft Wien das Verfahren zunächst eingestellt, weil der Mann nicht zurechnungsfähig sei und daher für seine Tat nicht belangt werden könne. Lunacek hatte jedoch einen Fortführungsantrag gestellt.

Weitere Ermittlungen in Wien

Deshalb ermittelte die Staatsanwaltschaft Wien weiter. Wie deren Sprecherin auf Anfrage der APA erklärte, seien diese Ermittlungen nach wie vor im Gang. Man werde sich nun mit dem Ersuchen um Rechtshilfe an die Behörden in Deutschland wenden. Offiziell hatte die Wiener Staatsanwaltschaft bisher noch keine Kenntnis von dem Verfahren in Deutschland.

(apa/red)

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