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Rätsel um "Piano-Man" ist gelöst

Viereinhalb Monate nach der Einweisung des sprachlosen Unbekannten in eine britische Psychiatrie bestätigte das Auswärtige Amt in Berlin am Montag, der Mann sei Deutscher.

Er sei 20 Jahre alt und stamme aus Bayern und sei am Samstag nach Hause zurückgekehrt. Die britische Zeitung „Daily Mirror“ berichtete, der junge Mann habe die Ärzte monatelang zum Narren gehalten. Seinen Spitznamen „Piano Man“ hatte der Patient erhalten, weil er niemals sprach, aber sehr gerne Klavier spielte.

Der „Daily Mirror“ berichtete am Montag unter Berufung auf Krankenhauskreise in Dartford, der Mann habe am Freitag urplötzlich den Mund aufgemacht. Eine Krankenschwester habe gefragt: „Na, werden Sie heute mit uns sprechen?“, und da habe er geantwortet: „Ja, ich glaube schon“. Anschließend habe er zugegeben, dass er das Krankenhauspersonal getäuscht habe, schrieb der „Daily Mirror“. Der Deutsche habe nach eigener Aussage früher mit psychisch Kranken gearbeitet und habe deren Verhaltensweisen nachgeahmt.

Der Unbekannte war am 7. April in einem tropfnassen schwarzen Anzug am Strand der Küstenstadt Sheerness im Südosten Englands aufgetaucht. Da er verwirrt wirkte und nicht sprach, wurde er in in die psychiatrische Abteilung des Krankenhauses in Dartford gebracht. Laut „Daily Mirror“ erklärte er nun, er habe sich umbringen wollen, nachdem er seinen Arbeitsplatz in Paris verloren habe.

Die Krankenhausmitarbeiter entdeckten seine musikalische Begabung, als sie ihm Papier und Bleistift in die Hand gaben. Der Patient zeichnete daraufhin einen Flügel. Als sie ihn zu einem Klavier führten, begann er zu spielen und hörte zwei Stunden lang nicht mehr auf.

Der Fall erregte international großes Aufsehen, bei einer Vermissten-Hotline in Großbritannien gingen über 1.000 Hinweise auf die Identität des geheimnisvollen Patienten ein. Einmal hieß es, es handele sich um den tschechischen Musiker Tomas Strnad, ein anderes Mal wurde der Mann als französischer Straßenmusikant identifiziert.

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