Rapid Wien verliert gegen Ried: Die Stimmen zum Spiel

Rapid Wien verlor gegen Ried mit 3:0.
Rapid Wien verlor gegen Ried mit 3:0. ©APA
Die Samstag-Spiele der Fußball-Bundesliga haben die Dramatik im Kampf gegen den Abstieg verschärft. Rekordmeister Rapid ist nach einer 0:3-Niederlage bei Schlusslicht Ried nun voll darin verwickelt, die siebentplatzierten Hütteldorfer liegen nur noch fünf Punkte vor dem Tabellenende. Trainer Damir Canadi steht vor dem Rauswurf. Hier die Stimmen zum Spiel.
Rapid verliert gegen Ried
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Lassaad Chabbi (Ried-Trainer): “Wir waren aggressiver und haben versucht, Fußball zu spielen. Wir haben gewusst, dass es für Rapid schwierig ist, Samstag-Mittwoch-Samstag zu spielen. Wir waren läuferisch besser und wollten unbedingt gewinnen. Zur Pause habe ich in der Kabine gesagt, dass wir so weiterspielen sollen. Ich bin kein Zaubererer, das hat alles die Mannschaft gemacht. Ich rede nicht über den Gegner, ich bin so erzogen worden. Ich liebe diesen Ehrenkodex, ich schätze den Gegner, heute hat er die Probleme, demnächst vielleicht wieder ich. Jetzt sind vier Mannschaften im Abstiegskampf, wer die besten Nerven und Geduld hat, wird drinnenbleiben.”

Großes Entsetzen bei Rapid Wien

Damir Canadi (Rapid-Trainer): “Wir haben sang- und klanglos und verdient verloren. Wir haben die Grundtugenden Disziplin und Siegeswillen nicht auf den Platz gebracht. Es ist unerklärlich, dass drei Tage nach so einem guten Spiel in St. Pölten so große Unterschiede zu erkennen sind. Ried war in allen Belangen besser. Die Rieder waren sich bewusst, in welcher Situation sie sich befinden. Es ist jetzt ein Vierkampf, fünf Punkte sind ein kleiner Polster, wir sind voll dabei im Abstiegskampf. Für mich persönlich ist das nichts Neues, das kenne ich noch von Altach. Es ist normal, dass man über den Trainer diskutiert, wenn man acht Spiele im Frühjahr nicht gewinnt. Egal wie es ausgeht zwischen Rapid und mir, für mich ist es auf jeden Fall ein Riesen-Lernprozess. Wir haben durchaus eine gute Kommunikation intern, auch wenn viele das nicht glauben.”

Fredy Bickel (Rapid-Sport-Geschäftsführer im Sky-Interview): “Mir geht es ganz schlimm, ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich jetzt etwas Zeit brauche, das zu verkraften, zu verdauen. Ich habe so etwas nicht erwartet. Ich habe gewusst, dass die Mannschaft nach dem einen Sieg noch nicht ein dickes Kostüm hat, aber ich habe mir den Start ganz anders vorgestellt. Das 0:0 zur Halbzeit war noch das Beste für uns, denn schon die erste Hälfte war nicht gut von uns. Ich spreche seit Wochen davon, dass wir auch in die Situation (Anm.: Abstiegskampf) kommen können. Spätestens nach diesem Spiel sollte auch dem letzten Spieler der Ernst der Lage bewusst sein.”

Zur Trainerdiskussion: “Ich kann und will jetzt nichts dazu sagen. Nach so einem Spiel ist es schwierig, die Emotion zu behalten. Ich werde in den nächsten Stunden mit der Mannschaft und dem Präsidium sprechen, mir Gedanken machen. Das Oberste dabei ist, wie kann man dem Verein und der Mannschaft helfen. Alleine nur alles dem Trainer in die Schuhe zu schieben, wäre völlig falsch.”

(apa/Red)

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