Rapid musste sich im Schlagerspiel um die Tabellenführung gegen Salzburg geschlagen geben

Salzburg konnte das Schlagerspiel gegen Rapid Wien für sich entscheiden.
Salzburg konnte das Schlagerspiel gegen Rapid Wien für sich entscheiden. ©APA
Im Schlagerspiel der 33. Runde musste sich Rapid in einem spannenden und emotionsgeladenen Match mit 0:1 gegen Red Bull Salzburg geschlagen geben. Die Salzburger konnten somit die Tabellenführung auf sechs Punkte ausweiten. Die Hütteldorfer verweilen drei Runden vor Schluss weiterhin auf dem zweiten Tabellenplatz.
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Nach dem Sieg im ausverkauften Hanappi-Stadion steht Red Bull Salzburg unmittelbar vor dem Gewinn des österreichischen Fußball-Meistertitels. Den entscheidenden Treffer erzielte ausgerechnet Ex-Rapidler Maierhofer in der 49. Minute aus einem Kopfball.

 Salzburg gegen Rapid – eine Spitzenpartie

Vor allem in der Anfangsphase hatte die Partie das Prädikat Spitzenspiel verdient. Beide Teams suchten den schnellen Weg nach vorne, wobei die Salzburger die besseren Chancen vorfanden. In der 6. Minute scheiterte Jantscher mit einem Schuss aufs kurze Eck an Königshofer, sechs Minuten später traf Zarate nur das Außennetz, in der 24. Minute ging in Aufsitzer von Sekagya über die Querlatte. Königshofer konnte in der 27. Minute einen Leonardo-Schuss nur mit Mühe bändigen.

Doch auch Rapid kam gefährlich vor das gegnerische Tor: Burgstaller prüfte in der 6. Minute erstmals Walke und hatte in der 26. Minute Pech, als sein Volley knapp am langen Eck vorbeizog. Unmittelbar davor hatten die Hütteldorfer vergeblich einen Elfmeter gefordert, als ein Kopfball von Katzer an der Hand von Sekagya landete.

Gelb für Maierhofer nach Rempler

Nach rund 30 Minuten wurde die Partie zerfahrener und vor allem hektischer. Maierhofer kam in der 31. Minute nach einem Rempler gegen Königshofer mit Gelb davon und hätte wenige Minuten später nach einem Ellbogencheck gegen Pichler Rot sehen müssen.

Dafür musste der zuletzt überragende Spieler der Salzburger vorzeitig vom Platz – nach einem Foul von Kulovits fiel Jantscher in der 38. Minute unglücklich zu Boden und wurde mit Verdacht auf schwere Schulterverletzung vom Platz getragen.

Salzburger starteten optimal in die zweite Halbzeit

Die Gäste zeigten sich vom Ausfall ihres Leistungsträgers aber keineswegs schockiert und erwischten einen optimalen Start in die zweite Hälfte. Leonardo schlug in der 49. Minute eine Maßflanke zur Mitte und Maierhofer war aus kurzer Distanz per Kopf zur Stelle. In der 54. Minute köpfelte sich Maierhofer im eigenen Strafraum den Ball selbst an die Hand, diese Aktion wurde von Schiedsrichter Schörgenhofer aber ebenfalls nicht mit Strafstoß geahndet.

In der letzten halben Stunde zog sich Salzburg tief in die eigene Hälfte zurück, Rapid wusste mit der Feldüberlegenheit jedoch nicht wirklich etwas anzufangen. Gefährlich wurde es nur bei Distanzschüssen, so etwa in der 65. Minute, als Hofmann die Latte traf. Kurz darauf hatte Walke bei einem Aufsitzer von Burgstaller Probleme, in der 75. Minute knallte Alar aus guter Position deutlich daneben.

Siebenter Meistertitel für die Bullen möglich

Die “Bullen” vergaben bei Fehlschüssen von Zarate in der 62. und Leitgeb in der 78. Minute sowie hochkarätigen Konterchancen durch Cristiano und Leitgeb – beide in der 85. Minute die Möglichkeit auf die vorzeitige Entscheidung, hatten aber auch so wenig Mühe, den Vorsprung über die Zeit zu bringen.

Damit könnte der siebente Meistertitel – der vierte in der Red-Bull-Ära – schon am Donnerstag fixiert werden.So ließ sich auch der Ärger über den Ausschluss von Salzburgs Co-Trainer Niko Kovac leichter verkraften. Der kroatische Ex-Teamspieler lieferte sich in der Pause im Kabinengang einen Disput mit einem VIP-Gast, der ihn beschimpft hatte, und wurde deshalb von Schörhenhofer auf die Tribüne geschickt.
(APA)

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