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Rapid Wien in der Krise: Fans planen Protestmarsch vor dem Stadion

Rapid Trainer Peter Schöttel findet keinen Weg aus der Krise. Die Fans planen einen Protest
Rapid Trainer Peter Schöttel findet keinen Weg aus der Krise. Die Fans planen einen Protest ©APA
Mit dem 1:1 gegen neun Tiroler am vergangen Wochenende hat der SK Rapid Wien seinen einstigen Negativrekord von neun erfolglosen Spielen in Folge eingestellt. Der Rekordmeister steht vor massiven Problemen. Die aktive Fanszene plant nun einen Protest vor dem Spiel gegen Wiener Neustadt.

Rapid steckt tief in der Krise. Das Spiel gegen Wacker Innsbruck am vergangenen Samstag fungiert dabei als Paradebeispiel für eine verkorkste Rückrunde. Trotz zwei Spieler mehr am Feld und einer sichtbaren Feldüberlegenheit konnten die Wiener erneut keinen vollen Erfolg einfahren. Mit dem neunten erfolglosen Spiel in Folge haben die Hütteldorfer ihren einstigen Negativrekord von der Saison 1987/88 eingestellt. Die aktive Fanszene der Rapidler plant nun einen großangelegten Protestmarsch um auf die Missstände hinzuweisen.

Rapid Fans planen Protest

Schon beim Spiel gegen Innsbruck stellten die mitgereisten Anhänger ihren Support ein. Die Partie wurde schweigend und ohne Transparente verfolgt – nur der Spruch „Bis auf weiteres geschlossen. Alle schuldig, alle raus“ wurde gut sichtbar vor die Tribüne gehängt. Der bislang stille Protest soll nun lautstark fortgesetzt werden. Vor dem Spiel gegen, den im Abstiegskampf steckenden Wiener Neustadt, wollen die Fans zur Südtribüne des Hanappi Stadions marschieren, auf der bekanntlich die Rapid Verantwortlichen rund um Präsident Rudi Edlinger und Helmut Schulte ihren Plätze einnehmen. Damit soll die gescheiterte Vereinsführung zum Rücktritt animiert werden. „Wir werden den SK Rapid nicht alleine lassen und weiter alle Spiele besuchen, so weiter zu machen wie in den letzten Wochen macht aus unserer Sicht aber keinen Sinn mehr. Wie schon im Herbst von uns geschrieben: Rapid braucht definitiv Veränderung.“, verkündete die aktive Rapid Fanszene auf einer ihrer Webseiten.

“Konsequenzen? Welche Konsequenzen bitte?”

Der SK Rapid Wien reagierte auf die letzten Misserfolge und suchte im Rahmen einer Krisensitzung das Gespräch mit Sportdirektor Helmut Schulte und Trainer Peter Schöttel. Der angeschlagene Coach ist nicht unumstritten und sich seiner misslichen Lage durchaus bewusst. Doch Schulte, der den Vertrag mit dem Wiener um zwei Jahre verlängerte, will weiter an seinen Schützling festhalten. „Konsequenzen? Welche Konsequenzen bitte? Bei uns gibt es keine Trainerdiskussion.“, stellte der Deutscher klar.

Edlinger will mehr Unterstützung

Rapid Präsident Edlinger nimmt die Proteste der Fans derweilen zwar zur Kenntnis, appelliert allerdings an die Vernunft der Fans: “Bei allem – derzeit verständlichen – Unmut unserer Anhänger appellieren wir, dass der Mannschaft in ihrer derzeit schwierigen Situation im Stadion während der anstehenden Spiele Unterstützung von den Rängen gegeben wird.“ Eine baldige Lösung der Probleme und eine damit verbundene Versöhnung mit der eigenen Anhängerschaft scheint allerdings in weite Ferne gerückt zu sein.

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