Rapid hält im Derby sein Versprechen: Austrias Vorsprung weiter geschmolzen

Gleichstand beim Wiener Derby
Gleichstand beim Wiener Derby ©APA/HERBERT P. OC
Rapid hat sein Versprechen gehalten und sich beim Wiener Derby ins Zeug gelegt. Austrias Vorsprung in der Fußball-Bundesliga schmilzt nun weiter dahin.
Das Derby im Ticker
Bilder vom Derby

Nach einem 2:2 (1:0) im 305. Wiener Derby am Sonntag gegen Rapid beträgt das Guthaben des Tabellenführers auf Titelverteidiger Salzburg nur noch sechs Punkte. In den Runden 28 bis 30 büßten die Austrianer somit sieben Zähler auf die Salzburger ein, sechs Runden sind noch zu spielen.

Austria verpasst perfekte Derby Saison

Dabei waren die Violetten vor 12.500 Zuschauern in der ausverkauften Generali-Arena klar bestimmend und gingen durch Tomas Jun auch zweimal in Führung (28., 56.). Doch Rapid zeigte sich im ersten Match unter Neo-Trainer Zoran Barisic vor dem Tor eiskalt und glich durch Deni Alar (53.) und Marcel Sabitzer (66.) ebenso oft aus.

Damit verpasste die Austria auch die erste perfekte Derby-Saison der Geschichte, die ersten drei Duelle im Spieljahr 2012/13 hatten die Violetten allesamt gewonnen. Rapid festigte mit dem Unentschieden Rang drei, auf den ersten Derby-Sieg seit 13. März 2011 müssen die Grün-Weißen aber weiter warten.

“Vorstand raus” Rufe von Rapid Fans

Vier Tage nach der Cup-Blamage gegen Pasching hatte Rapid Glück, dass es nicht schon früh den nächsten Nackenschlag setzte. Nach idealem Querpass von Philipp Hosiner jagte Jun den Ball völlig freistehend aus sechs Metern über das Rapid-Tor (5.). Rapid wehrte sich mit voller Kampfkraft gegen die spielerische Überlegenheit der Austrianer, die aber ebenfalls nicht zimperlich zu Werke gingen. Alleine in den ersten 24 Minuten zückte Schiedsrichter Alexander Harkam in einem reschen Derby zwei Gelbe für Violett und drei für Grün-Weiß.

Für den nächsten spielerischen Höhepunkt sorgte vor den Augen von Teamchef Marcel Koller wieder Jun, diesmal gab sich der Tscheche aber keine Blöße. Nach Pass von Alexander Grünwald setzte sich Jun gegen den zaghaft attackierenden Michael Schimpelsberger durch und bezwang Rapid-Goalie Jan Novota mit einem Flachschuss ins linke Eck (28.). Die rund 1.000 Rapid-Fans antworteten mit “Vorstand raus”-Rufen, die grün-weißen Kicker hatten jedoch keine passende Antwort parat.

Austria kurz im Schockzustand

Alexander Gorgon mit einem Kopfball (37.) sowie Emir Dilaver (38.) und Hosiner (39.) mit Fernschüssen hätten schon vor der Pause die Vorentscheidung herbeiführen können. So kam Rapid nach der Pause wie aus dem Nichts zum Ausgleich. Nach Stanglpass von Christopher Trimmel spitzelte Alar den Ball mit Hilfe von Austria-Kapitän Manuel Ortlechner aus kurzer Distanz zum 1:1 über die Linie (53.).

Doch Austrias Schockzustand dauerte keine drei Minuten. Nach schönem Außenristpass von Grünwald degradierte Jun Schimpelsberger neuerlich zum interessierten Beobachter und schlenzte den Ball überlegt ins rechte Eck zum 2:1 (56.). Damit schien die Austria wieder alles ganz sicher im Griff zu haben. Aber Rapid zeigte sich neuerlich eiskalt. Eine elegante Ferserl-Vorlage von Alar machte den Weg für Sabitzer frei und dieser traf zum 2:2 (66.).

Im Finish war die Partie offen. Austrias beste Siegchance war ein wegen Abseits zurecht aberkanntes Hosiner-Tor (72.), in der Nachspielzeit vergab Louis Schaub sogar den Matchball für Rapid (94.). Hier gibt es den Live-Ticker zum Nachlesen.

(Red./APA)

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