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Raab gegen Einfluss Ankaras auf Türken in Österreich

Integrationsministerin Raab verwehrt sich gegen türkische Einflussnahme.
Integrationsministerin Raab verwehrt sich gegen türkische Einflussnahme. ©APA/GEORG HOCHMUTH
Am Mittwoch hat Integrationsministerin Raab erneut betont, dass sie Einfluss aus dem Ausland auf Türken in Österreich ablehnt. Außerdem zeige Österreich "volle Solidarität mit Frankreich".

Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) hat am Mittwoch bei einem Gespräch mit dem türkischen Botschafter in Wien, Ozan Ceyhun, erneut klargemacht, dass "jeglicher Einfluss aus dem Ausland auf die türkische Community in Österreich deutlich abzulehnen ist". Dies teilte die Ministerin nach dem Gespräch im Bundeskanzleramt in einer Aussendung mit.

Raab: "Kann nicht sein, dass Erdogans Arme bis Wien reichen" 

"Solche Tendenzen aus dem Ausland" seien "integrationsfeindlich, hemmen Integration und können eine Spaltung der Gesellschaft herbeiführen. Es kann nicht sein, dass (Präsident Recep Tayyip) Erdogans Arme bis nach Wien reichen und das wie im Juni 2020 zu schweren Auseinandersetzungen auf offener Straße in unserem eigenen Land führt".

Österreich zeige "volle Solidarität mit Frankreich"

Auch eine "klare Verurteilung der jüngsten Beschimpfung" des französischen Präsidenten Emmanuel Macron durch den türkischen Präsidenten Erdogan sei angesprochen worden, hieß es in der Aussendung. Österreich zeige hier "volle Solidarität mit Frankreich. Es wurde hier einmal mehr eine rote Linie überschritten und das zeigt, dass sich die Türkei immer weiter von Europa wegbewegt", so Raab. Der türkische Botschafter Ceyhun war für die APA zunächst nicht für eine Stellungnahme zu dem Treffen erreichbar.

Nach der Enthauptung eines Lehrers durch einen 18-jährigen mutmaßlichen Islamisten hatte Macron angekündigt, verstärkt gegen den konservativen Islam vorzugehen. Erdogan hatte Macron daraufhin persönlich angegriffen und zu einem Boykott französischer Waren aufgerufen.

(APA/Red)

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