"Pummerin statt Muezzin"

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Mit gewohnten Tönen eröffnet die Wiener FPÖ den Intensivwahlkampf an einem "historischen Ort" - bereits zu Jörg Haiders Zeiten wurden die Freiheitlichen am Viktor-Adler-Markt bejubelt.

Die Wiener FPÖ hat am Donnerstagabend am Viktor-Adler -Markt in Favoriten ihren Intensivwahlkampf gestartet – also dort, wo die Freiheitlichen bereits zu Jörg Haiders Zeiten bejubelt wurden. Bundes-Obmann Strache erinnerte in seiner Rede an diese Auftritte:
„Es war immer ein gutes Omen, wenn wir uns hier getroffen haben.“ Strache entschuldigte sich für seine abtrünnigen ehemaligen Parteifreunde.


„Ich geniere mich für meine politischen Vorgänger, die über eine Million Wähler verkauft und verraten haben. Das war schändlich“, so Strache. Das BZÖ bezeichnete er als „Liberales Forum“, das dafür verantwortlich sei, dass die FPÖ heute eine Mücke ist. „Aber eine Mücke kann für einen Elefanten lästiger sein als umgekehrt“, zeigte sich Strache überzeugt.


Lästig will er laut eigenen Angaben vor allem für die regierenden Sozialdemokraten und Bürgermeister Häupl sein. „Der Bürgermeister hat die absolute Mehrheit bekommen und hat daher die absolute Verantwortung für die Missstände in dieser Stadt“, kritisierte Strache vor 2.000 Zuhörern. Es graue ihm etwa davor, wie mit der älteren Generation umgegangen werde.

“Lieber Heimreise statt Einreise”


„Sozialismus ist heute asoziale Politik. Die Ärmsten der Armen werden im Stich gelassen“, befand der FP-Chef. Zusatz: „Man macht lieber Politik für die Wärmsten der Warmen.“ Auch jeder Asylwerber sei mehr wert als ein Österreicher in der Stadt. „Ich stehe zur eigenen Kultur, wir können stolz darauf sein“, so Strache. Zu nicht integrierten oder gar kriminellen Ausländern sage er: „Lieber Heimreise statt Einreise.“


Auch der Slogan „Pummerin statt Muezzin“ sorgte für Begeisterung in den vorderen Reihen. Die Parolen, die vom Rand des Platzes kamen, lauteten anders. „Strache raus, Strache raus“, skandierte dort eine kleine Gruppe von Demonstranten. Diese waren einem Aufruf der Sozialistischen Linkspartei gefolgt. Die Kundgebung verlief friedlich.

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