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Psychiatrie: Stadt Wien und KAV erbost über Vorwürfe

Stadt Wien und Krankenanstaltenverbund haben eine Gegenoffensive in Sachen Psychiatrie-Vorwürfe gestartet. Anschuldigungen, wonach es im Otto-Wagner-Spital schwere Betreuungsmängel gegeben habe, seien falsch.

“Wir haben alle Vorwürfe lückenlos geprüft”, versicherte Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely (S) im Gespräch mit Journalisten. KAV-Generaldirektor Wilhelm Marhold sprach sogar von “Unterstellungen”.

“Ich habe immer gesagt, es geht uns um volle Transparenz”, betonte Wehsely. Nachdem erstmals Vorwürfe aufgetaucht waren, sei sofort eine unangemeldete Erstbesichtigung im Spital erfolgt. Die in einer Tageszeitung veröffentlichte Darstellung habe sich jedoch als nicht richtig erwiesen. Wehsely kritisierte, dass es nun Verunsicherung sowohl bei den Patienten als auch beim Personal gebe. Menschen, die in der betreffenden Station arbeiten, würden diffamiert.

KAV-Chef Marhold wies Berichte zurück, wonach ärztliche Maßnahmen – wie der Einsatz von Netzbetten – erst im Nachhinein genehmigt worden seien. Es seien Dokumente veröffentlicht worden, die dies bestätigen sollen. Laut Marhold hat es sich bei den Unterlagen jedoch um Meldungen an die Sachwalter gehandelt, mit denen die Vertreter der Patienten über die Behandlung informiert worden seien.

Zudem seien die Fixierungen von Patienten nicht durchgängig geschehen, sondern dazwischen immer wieder aufgehoben worden, betonte Marhold. Er kündigte an, dass es in Zukunft auch vor ärztlichen Anordnungen eine Meldungen an die Sachwalterschaft geben wird – um Missverständnisse auszuschließen, wie er betonte.

Massive Kritik übte der sichtlich erboste KAV-Direktor auch daran, dass mit Bildern von Patienten suggeriert werde, das die Betreuung schlecht sei. Menschen, die im Bett ihren Kot absetzten und dabei tobten, seien schwer krank – aber nicht schlecht betreut. Oft sei eine Reinigung erst möglich, nachdem sich die Person beruhigt habe. Laut Marhold werden nun rechtliche Schritte gegen jüngste Medienberichte geprüft.

Stephan Rudas, Chefarzt der Psychosozialen Dienste Wien (PSD), betonte, dass es Beschränkungen der persönlichen Freiheit in der Psychiatrie bis auf weiteres geben wird: “Eine Psychiatrie mit null Beschränkungen ist das Ziel, aber so weit sind wir noch nicht.”

Einen Personalmangel in der stationären Psychiatrie sehen weder Stadt noch KAV: Es gebe nur ganz wenige vakante Posten. Auf 500 Betten kämen derzeit 411 Pflegekräfte, wurde betont. Weitere unangemeldete Kontrollen soll es im OWS aber trotzdem geben, so Marhold. Die Untersuchungen der vergangenen Tage hätten tatsächlich auch Verbesserungsbedarf aufgezeigt – nämlich bei der Reinigung der Station. Diese wird ab sofort intensiviert, hieß es. Auch sollen jene Betten, die noch nicht über eine Notklingel verfügen, bis Ende des Jahres damit ausgestattet werden.

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