Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Psychiater kritisiert die Medien

Kritik an den Medien im Fall Natascha Kampusch übt der prominente Wiener Kinderpsychiater Max Friedrich. Es drohe durch die exzessive - auch internationale - Berichterstattung eine „zweite Viktimisierung“ der jungen Frau.

„Sie machen dieses Opfer gleich noch einmal zum Opfer“, meinte er. Friedrich ist Koordinator für die Betreuung von Natascha Kampusch. Über die genauen Umstände dieser Arbeit gab er keine Auskunft.

Der Aufenthaltsort der jungen Frau ist derzeit offenbar eines der am besten gehüteten Geheimnisse der Republik, das auch mit Hilfe gezielter Fehlinformationen gewahrt bleiben soll. Friedrich bestritt etwa, dass es sich um ein Sanatorium handelt, wie es beispielsweise der „Kurier“ berichtet hatte. „Das ist eine Falschmeldung. Aber wir erzählen jedem etwas anderes“, meinte der Psychiater dazu. „Im Moment ist der Schutz ein ganz dichter.“

Abgeschirmt und betreut

Für die Betreuung der jungen Frau sei „ein ganzes Team“ abgestellt, so Friedrich. Nach außen würden nur jene Informationen getragen, „die sie persönlich wünscht“. Dies sei auch so mit dem Anwalt Natascha Kampuschs abgesprochen. Über Details des Falles werde er sich bei einer Pressekonferenz am Montag gemeinsam mit Innenministerin Liese Prokop äußern.

Bevor Natascha Kampusch ein Interview gebe, werde es noch Wochen und Monate dauern, prophezeite Friedrich. Derzeit sei es wichtig, „dass sie das Leben kennen lernt und lernt zu entscheiden, was sie will und was sie nicht will.“ Dabei müsse man auch darauf achten, dass ihr eine Äußerung nicht schade. „Man muss schon berücksichtigen, in welchem Zustand sie ist.“

Falschmeldungen sorgen für Ärger

Stichwort Medien: Natascha Kampusch bekommt laut Friedrich „Zugang zu jeder Form der Information, die sie will“. Allerdings werde sie dabei betreut, etwa, wenn sie sich über Falschmeldungen aufrege: „Da braucht sie jemand, bei dem sie Dampf ablassen kann.“

Fill 1Created with Sketch. zurück zur Startseite
  • VIENNA.AT
  • Wien
  • Wien - 22. Bezirk
  • Psychiater kritisiert die Medien
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen