Prozess um Strache-Bilder: Stadler belastet FPÖ-Chef

Der ehemalige freiheitliche Klubobmann Ewald Stadler hat am Donnerstag im Wiener Straflandesgericht in einem von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache angestrengten Medienverfahren diesen schwer belastet. Geschichtsprofessor: "Das ist das Naheliegendste" | FPÖ "bedauert" Stadler

Auf jenem von der Tageszeitung “Österreich” veröffentlichten Foto, das Strache beim sogenannten Widerstands- bzw. Kühnengruß zeigen soll, trage Strache eine auffällige Krawatte. Auf dieser sei nämlich die Reichskriegsflagge aus dem ersten Weltkrieg zu sehen, sagte Stadler im Zeugenstand.

Dieses Emblem sei “ideologisch konnotiert”, betonte der mittlerweile aus der FPÖ ausgeschiedene Ex-Politiker, der zuletzt als Kontrahent Straches galt. “Es war in der Szene damals sehr beliebt”, bemerkte Stadler unter Anspielung auf das gegenständliche Foto, das Strache im Kreis von Burschenschaftlern zeigt.

Die Reichskriegsfahne existiert seit 1867 in verschiedenen Darstellungsformen. Sie war die offizielle Kriegsflagge der Streitkräfte des Deutschen Reichs und später der Wehrmacht. In Deutschland ist die Darstellung und Verbreitung der Version mit dem Hakenkreuz strafbar: Die Reichskriegsflagge gilt als ein beliebtes Symbol in der Neonazi-Szene und soll vor allem als Aufnäher oder T-Shirt-Motiv Verwendung finden.

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