Prozess gegen Einbruchsbande in Salzburg vertagt

Neun Männer sollen in Salzburg, Oberösterreich und Wien mehr als 60 Einbrüche begangen und rund eine Million Euro erbeutet haben. Fünf Täter standen am Donnerstag vor Gericht und waren zum Teil geständig, der Prozess wurde am Nachmittag auf voraussichtlich 4. November vertagt.
Es werden noch zwei Einbruchsopfer einvernommen, die heute aus gesundheitlichen Gründen an der Verhandlung nicht teilnehmen konnten.Dabei handelt es sich um jene zwei Frauen aus Oberösterreich und Salzburg, die mit einer Pistole bedroht worden sind.

Weiters soll bis zur nächsten Verhandlung auch der Mittäter nach Salzburg ausgeliefert worden sein, der vor einigen Tagen in Italien gefasst wurde. Das erklärte der vorsitzende Richter Manfred Seiss nach Prozessende.

Vier Serben und ein Österreicher standen am Donnerstag vor einem Schöffengericht in Salzburg. Ihnen wird vorgeworfen mit vier weiteren Komplizen im letzten Jahr über 60 Einbrüche verübt zu haben. Auf ihrem Beutezug in Salzburg, Wien und Oberösterreich erbeuteten sie rund eine Million Euro, vorwiegend in Bargeld und Schmuck.

 

Komplizen waren nicht auffindbar

Die übrigen vier mutmaßlichen Einbrecher waren bisher für die Justiz nicht auffindbar. Einer davon, ein Serbe, ist zu Wochenbeginn in Bariin Süditalien festgenommen worden, teilte der vorsitzende Richter, Manfred Seiss, mit. Die Bande stieg vor allem in der Dämmerung und während der Nacht in die Häuser ein.

Im Juni sollen drei der Angeklagten, von denen heute nur einer am Prozess teilnahm, zwei schwere Raubüberfälle verübt haben. Sie flüchteten dann ohne Beute, und es blieb nur beim Versuch. „Am 13. Juni 2009 hielten sie in St. Wolfgang (OÖ) einer Haushälterin eine Pistole vor die Schläfe, am 26. Juni fesselten sie in der StadtSalzburg eine Pensionistin und knebelten sie“, so die Staatsanwaltschaft.

 

 

DNA- und Schuhspuren verrieten die Täter

Die Polizei forschte die Bande aufgrund von Rufdaten, DNA-Spuren an einem Tresor und Schuhspuren aus und stellte zahlreiche Schmuckstücke sicher. Der Erstangeklagte, ein 36-jähriger Serbe, „ist zu zahlreichen Fakten geständig“, betonte seine Verteidigerin. „Er war spielsüchtig und hat 100.000 Euro aufgenommen, deshalb hat er sich an Einbrüchen beteiligt.“

Ihr Mandant habe durch seine detaillierten Angaben vor der Polizei zur Aufklärung beigetragen und als Chauffeur auch nur eine untergeordnete Rolle gespielt.

Ob es am Nachmittag zu einem Urteil kommen wird, steht noch nicht fest.

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