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Prozess: Familienvater missbraucht Kinder

Symbolfoto &copy bilderbox
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Weil er ein sechsjähriges Mädchen missbraucht und einer Dreizehnjährigen am diesjährigen Donauinselfest in die Hose gegriffen haben soll, hatte sich am Montag ein 39 Jahre alter Wiener im Straflandesgericht zu verantworten.

Weil er ein sechsjähriges Mädchen missbraucht und einer Dreizehnjährigen am diesjährigen Donauinselfest in die Hose gegriffen haben soll, ist am Montag ein 39 Jahre alter Wiener im Straflandesgericht zu vier Jahren unbedingter Haft verurteilt worden. Der Schuldspruch wegen schweren sexuellen Missbrauchs und Missbrauch eines Autoritätsverhältnisses ist nicht rechtskräftig. Der Angeklagte erbat Bedenkzeit.


Die Ältere habe er nur „gewärmt“, hatte er einem Schöffensenat (Vorsitz: Johannes Jilke) erklärt. Mit der Jüngeren sei gar nichts gewesen, sie sei für ihn ja wie ein eigenes Kind. Die Sechsjährige ist die Tochter einer Arbeitskollegin seiner Lebensgefährtin. Die Kleine dürfte in dem Mann eine Art Vaterersatz gesehen haben – ihre Mutter ist Alleinerzieherin. „Ich habe sie praktisch als Tochter gesehen. Ich wünsche mir eine Tochter“, erläuterte der Angeklagte, Vater zweier Söhne.


Mit seinem Jüngsten – zwei Jahre alt – und dem Mädchen ging er immer wieder in den Prater, besuchte den Zoo in Schönbrunn, suchte Spielplätze in ganz Wien auf: „Ich habe ein Herz für Kinder, habe einen guten Draht zu ihnen.“ Deswegen habe er ursprünglich „Kinderdorf-Papa“ werden wollen, so der Freiberufler.


Dass er an der Sechsjährigen, die öfter bei ihm übernachtet hatte, geschlechtliche Handlungen vorgenommen hatte bzw. diese dazu bewogen hatte, solche an ihm vorzunehmen, stellte er in Abrede: „Seit ich inhaftiert bin, denke ich darüber nach, warum sie das behauptet. Ich kann es mir nicht erklären.“


Das Mädchen hatte erst zu sprechen begonnen, als in dem Gemeindebau, in dem sämtliche Beteiligte leben, ein Zwischenfall publik wurde, der sich am 24. Juni zugetragen haben soll. Damals war der fast 40-Jährige mit einer 13 Jahre alten Bekannten aufs Donauinselfest gegangen. Sie legten sich am Abend vor der FM4-Bühne in die Wiese, als der Mann plötzlich seine Hand in der Hose der Schülerin hatte.


„Sie hat gezittert. Sie hat ja nur ein T-Shirt angehabt. Ich hab mich hinter sie gesetzt und sie umarmt, um sie zu wärmen“, erklärte der Angeklagte. Er habe seine Begleiterin dann noch am Bauch gekitzelt, um zu schauen, ob sie kitzlig sei.

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