Proteste in Syrien gehen trotz Gewalt weiter

Trotz der tödlichen Gewalt des Regimes gehen die Proteste in Syrien nach Angaben der Vereinten Nationen weiter. Ungeachtet der massiven gewaltsamen Unterdrückung durch die Sicherheitskräfte würden Demonstrationen im ganzen Land andauern, sagte der Leiter der politischen Abteilung der UNO, Lynn Pascoe, nach Angaben von Diplomaten. Auch in den Großstädten Damaskus und Aleppo gäbe es weiter Proteste.


Allein in den vergangenen drei Tagen seien mehr als 150 Menschen getötet worden. Mittlerweile seien weit mehr als 20.000 Menschen in den Nachbarländern als Flüchtlinge registriert worden. Die Zahl der Flüchtenden insgesamt sei jedoch weit höher.

UNO-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos, die tagelang vom Regime hingehalten worden war, sollte noch am Dienstag in Richtung Damaskus aufbrechen. Obwohl sie in der vergangenen Woche schon in der Region war, hatte man ihr mit der Begründung, es seien “keine Termine frei”, die Einreise verweigert.

Wegen des immer brutaleren Vorgehens bei den Kämpfen zwischen der Armee und Aufständischen werden Rufe nach höherem internationalen Druck auf Damaskus lauter. Der türkische Regierungschef Erdogan forderte am Dienstag die sofortige Zulassung humanitärer Hilfe für Zivilisten, während der US-Senator John McCain Luftangriffe auf Syrien verlangte. US-Präsident Obama sprach sich jedoch am Dienstag wiederholt gegen ein militärisches Eingreifen seines Landes in Syrien aus.

Der TV-Sender Al-Dunia zeigte am Dienstag Aufnahmen von Männern, Frauen und Kindern, die in Homs mit Messern massakriert worden waren. Die Zivilisten seien von der aus Deserteuren bestehenden Freien Syrischen Armee getötet worden, meldete der Sender. Die Gegner von Präsident Assad erklärten dagegen, die Truppen des Regimes hätten den Zivilisten am vergangenen Donnerstag bei ihrem Versuch, aus dem Viertel Baba Amr zu fliehen, die Kehlen durchgeschnitten. Dem Internationalen Roten Kreuz wird der Zugang zu dem Viertel immer noch verwehrt.

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