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Proteste gegen Hollandes Sparpolitik am 1. Mai

65.000 Personen gingen in Paris auf die Straßen
65.000 Personen gingen in Paris auf die Straßen
Bei Demonstrationen zum 1. Mai haben Tausende Franzosen gegen die Sparpolitik der Regierung unter Präsident Hollande protestiert. Nach Angaben der Gewerkschaft CGT zogen am Donnerstagnachmittag allein in Paris rund 65.000 Menschen durch die Straßen. Weitere Demonstrationen gab es unter anderem in Marseille, Toulouse und Lille.


Wie schon im vergangenen Jahr beteiligten sich die gemäßigten Gewerkschaften CFDT und Unsa nicht an den ausdrücklich regierungskritischen Protestzügen. Sie halten die Anstrengungen zur Reduzierung des französischen Haushaltsdefizits für grundsätzlich richtig und kritisieren lediglich Details des jüngsten Sparpakets über 50 Milliarden Euro. Zum 1. Mai demonstrierten sie dieses Jahr für ein “solidarischeres Europa”.

Die Chefin der rechtspopulistischen Front National (FN), Marine Le Pen, forderte bei der traditionellen Kundgebung ihrer Partei in Paris, bei der Europawahl für “mehr Frankreich und weniger Europa” zu stimmen. Zur der Veranstaltung kamen nach Polizeiangaben 5.300 Menschen. Die FN sprach von 20.000 Teilnehmern. Sie könnte nach Umfragen bei der Europawahl in Frankreich stärkste Partei werden.

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