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Promi-Watching auf Ski - Im Pongau kursiert das Rennläufer-Gen

Pongau - Von Pröll über Kronberger bis zu Walchhofer und Maier: Der Salzburger Pongau scheint eine Wiegestätte der Skistars zu sein.

“Willkommen in der Heimat von Weltmeister Michael Walchhofer!” So wirbt man für die Salzburger Ski-Station Zauchensee, wo die Alpin-Damen an diesem Wochenende zwei Weltcuprennen bestreiten. Zauchensee liegt im Herzen von “Ski-Amade”, das sind fünf Wintersport-Regionen mit 25 Orten, 860 Kilometer Skipisten und 270 Liften. Der nur 50 Einwohner zählende Ortsteil der zehn Kilometer entfernten Marktgemeinde Altenmarkt ist auch Mittelpunkt einer Region, aus der besonders viele österreichische Alpinski-Stars kommen.

Etwa Michael Walchhofer, dessen Familie in Zauchensee nicht nur zwei Hotels, sondern auch mehrere Appartmenthäuser sowie die “Weltmeister-Skischule” betreibt. Demnächst wird Walchhofer aber aus dem Hotel Zentral aus- und mit seiner Familie in das neu gebaute Haus nach Altenmarkt ziehen.

Und damit dort Nachbar von Ex-Rennläuferin Brigitte Obermoser werden. “Gitti” betreibt mittlerweile in Altenmarkt ein Fitnessstudio und ist während der diesjährigen Damen-Weltcuprennen für das VIP-Service zuständig. Einen Ort weiter liegt Radstadt. Heimat von Hannes Reichelt, der ebenfalls bereits zurückgetretenen Andreas Schifferer und Roswitha Steiner sowie der Olympia-Zweiten Josefa “Putzi” Frandl. In Radstadt gibt es wegen der Dichte an Skistars auch einen an Hollywood angelehnten “Walk of Sports”, einen Weg aus Granit-Sternen.

Beim Abklappern von Namen bekannter Ski-Stars dieser Region geht es da aber erst richtig los und so wie Südafrika der Ursprung der Menschheit ist, könnte man meinen, dass “Out of Pongau” für Skirennläufer gilt. Aus Pfarrwerfen im Pongau kommt Petra Kronberger, die viel zu früh zurückgetretene Doppel-Olympiasiegerin sowie einzige ÖSV-Skirennläuferin, die jemals das Cover des Time Magazines geziert hat. Aus Eben im Pongau kommt Hermann Maiers Großcousine Andrea Fischbacher. Einen Steinwurf weiter liegt Filzmoos, wo Michaela Kirchgasser daheim ist und von wo auch die ehemalige Klasse-Abfahrerin Brigitte Habersatter-Totschnig stammt.

Geradezu denkwürdig wird es, wenn sich die Skigäste dank der für die komplette Region und damit vom Gasteinertal (Hans Grugger) bis ins steirische Schladming – auch dort wimmelt es von Spitzenskifahrern, dort besuchen viele Pongauer die Ski- Haupt- und Handelsschule – reichenden Liftkarte nach Westen richten. Denn im übernächsten Tal liegt Kleinarl, Heimatort von Annemarie Moser (Pröll), der erfolgreichsten Skirennläuferin aller Zeiten.

Die mittlerweile 55-jährige Jahrhundertsportlerin (Olympiasiegerin, siebenfache Weltmeisterin, sechsfache Weltcup-Gesamtsiegerin, Gewinnerin von 62 Weltcup-Rennen, Siebenfache Sportlerin des Jahres) hat nach dem Tod ihres Ehemannes Herbert vor einem Jahr das 32 Jahre betriebene Cafe Annemarie mittlerweile aber verkauft.

Ebenfalls auf Ski erreichbar ist Flachau. Und dort ist niemand Geringerer zu Hause als Hermann Maier. Der Doppel-Olympiasieger ist trotz seiner 36 Jahre die immer noch aktive Ikone im Herren-Skirennsport und hat vergangenen Dezember mit dem Comeback-Sieg in Kanada sein Sieg-Konto auf 54 erhöht.

Bei dieser Betrachtung sind angrenzende Regionen wie der Tennengau, aus dem Alexandra Meissnitzer oder David Zwilling (Abtenau) kommen, oder die Salzburger Heimatorte der tödlich verunglückten Mehrfach-Weltmeister Rudi Nierlich (St. Wolfgang) und Ulrike Maier (Rauris) noch nicht berücksichtigt. Laut Skiclub-Aufzeichnungen kommen jedenfalls über 50 Prozent der ÖSV-Rennläufer aus dem Pongau.

Warum der Salzburger Pongau – ähnlich wie bestimmte Regionen in Tirol – eine derartige Dichte an Weltklasse-Skifahrern hervorbringt, hat vielerlei Gründe. Vor allem wohl, weil die Berge und Skipisten als Outdoor-Spielplatz direkt vor der Tür liegen. “Es sind aber auch die vielen sensationellen Skiclubs mit ihrer Super-Kinderarbeit”, glaubt Obermoser. “Die Dichte, die da entsteht, ist enorm.” Michaela Kirchgasser hat ihre eigene, humorvolle Erklärung zur Hand. “Die Fortpflanzung der sportlichen Gene funktioniert hier besonders gut. Wahrscheinlich, weil bei uns alle Spaß daran haben.”

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