Präriehunde im Tiergarten Schönbrunn haben Nachwuchs bekommen

Der Wiener Zoo freut sich über Nachwuchs bei den Präriehunden.
Der Wiener Zoo freut sich über Nachwuchs bei den Präriehunden. ©Tiergarten Schönbrunn/Norbert Potensky
Vierfachen Nachwuchs gab es bereits im April bei den Schwarzschwanz-Präriehunden im Wiener Tiergarten Schönbrunn. Auf den ersten Blick könnte man die kleinen Nager mit Murmeltieren verwechseln, kann sie aber an ihrem markanten Bellen erkennen.
Nachwuchs bei denPräriehunden

Mittlerweile unternehmen die kleinen Nager ihre ersten Ausflüge aus dem Bau. „Bei der Geburt wiegen Präriehunde nur etwa 15 Gramm, sind noch nackt, blind und taub. Knapp zwei Monate lang werden sie von ihrer Mutter gesäugt. Jetzt knabbern sie auch schon Pflanzen“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Präriehunde leben sehr gesellig in Familienverbänden, die sich zu riesigen Kolonien zusammenschließen können. Sie pflegen sich gegenseitig das Fell, spielen miteinander und betreuen die Jungtiere gemeinsam.

Optisch ähneln die kleinen Nager Murmeltieren

Auf den ersten Blick könnte man Präriehunde mit Murmeltieren verwechseln. Sie sind allerdings in Nordamerika heimisch und mit etwa 30 Zentimetern nur halb so groß und auch viel schlanker als unsere Alpenbewohner. Präriehunde gehören aber zu den Erdhörnchen und sind somit mit den Murmeltieren und Zieseln verwandt. Im Gegensatz zu diesen pfeifen Präriehunde aber nicht, um ihre Kolonie vor einem Feind zu warnen, sondern stoßen einen bellenden Ruf aus. Daher stammt auch ihr Name.

Präriehunde als “Schädlinge” betrachtet

Präriehunde sind bekannt für ihre unterirdischen Bauten. Hier finden sie in den weiten Gras- und Steppenlandschaften Zuflucht vor Greifvögeln, Füchsen und Kojoten und im Winter Schutz vor Schnee und Kälte. Präriehunde fressen vor allem Gräser und Kräuter. Als sogenannte „Rasenmäher“ der Prärie haben diese Nagetiere eine wichtige Funktion, denn sie pflegen das Landschaftsbild. Leider wurden sie lange als „Schädlinge“ für die Landwirtschaft gesehen und getötet. Heute bewohnen sie nur noch schätzungsweise zwei Prozent ihres ursprünglichen Verbreitungsgebietes.

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