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Polizei ermittelt in die Vergangenheit

Das Sicherheitsdienstunternehmen Securop hat nach dem Verschwinden eines seiner Geldtransporter gegenüber der Hannover Versicherung rund 225.000 Euro als Schadenssumme geltend gemacht.

Die Bevölkerung beteiligt sich mit Hinweisen eifrig an der Suche nach dem oder den Tätern, die am Freitagabend das Fahrzeug in Wien-Donaustadt entwendeten. Ein konkreter Verdacht hat sich für die Ermittler daraus noch nicht ergeben.

Geht man vom laut Polizei derzeit wahrscheinlichsten Szenario aus, dass der vor einem Baumarkt in der Wagramer Straße 196 geparkte, versperrte Geldtransporter in von rund sechs Minuten aufgebrochen und weggefahren worden ist, sind der oder die Täter nach Einschätzung der Ermittler überaus professionell vorgegangen. „Das ist eine sehr, sehr kurze Zeitspanne“, sagte Major Manfred Briegl von der Kriminaldirektion 1. „Aber es geht sich theoretisch aus.“

Die beiden Originalschlüssel wurden am Montag mikroskopisch auf das Vorhandensein von Spuren untersucht, die darauf hinweisen könnten, dass eine Kopie angefertigt worden ist. Beim ersten Durchgang wurden keine Verdachtsmomente für eine Vervielfältigung gefunden. Zur Sicherheit wird eine zweite Untersuchung durchgeführt. Es sehe aber „eher so aus, als ob Schlossknacker am Werk waren“, meinte Briegl.

Bisher hat die Polizei ein gutes Dutzend Hinweise von Leuten erhalten, die das verschwundene Fahrzeug in und um Wien gesehen haben wollen. Bisher hat sich aber immer herausgestellt, dass es ein anderes Firmenfahrzeug der Securop auf seiner normalen Route war. Die Fahndung wurde auf Niederösterreich ausgeweitet. Die Ermittler ersuchen weiter um Hinweise (01)31310/33800 (Journaldienst).

Wie immer bei Aufsehen erregenden Fällen werden sie auch mit Hinweisen von eher rätselhafter Herkunft konfrontiert. Bisher sind schon sechs „Zeugen“ aufgetreten, die der Polizei mit Auspendeln, Wünschelroutengehen oder Wahrsagen auf die Sprünge helfen wollen.

Unterdessen kramen die Kriminalisten in alten Akten: Es wird nach ähnlich gelagerten Fällen gesucht, die in Zusammenhang mit dem Verschwinden des Securop-Wagens stehen könnten. „Ins Schema passen“ zwei Straftaten aus dem Jahr 2001. In einem Fall verschwand Anfang April ein Wagen der Firma Securop im Bezirk Liesing, im anderen war Anfang Oktober 2001 der Österreichische Wachdienst (ÖWD) in Floridsdorf betroffen. „Diese Fälle sind ähnlich gelagert: Das Fahrzeug wurde vom Fahrer versperrt verlassen, bei der Rückkehr war der Wagen mit dem Geld weg“, sagte Briegl.

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