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Platznot: Mobilklassen an sieben Standorten in Wien

Einige Schulstandorte in Wien sind überfüllt.
Einige Schulstandorte in Wien sind überfüllt. ©APA/GEORG HOCHMUTH (Symbolbild)
Offenbar sind die Schulen in bestimmten Bereichen von Wien bereits an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen. Aus diesem Grund wird nun die Einrichtung von mobilen Klassen geplant.
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Laut Wiens Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr (NEOS) wurden in den letzten zehn Jahren etwa 1.200 zusätzliche Klassen für öffentliche Pflichtschulen von der Stadt geschaffen. Im kommenden Schuljahr sind 103 neue Räume geplant. Dieser Trend setzt sich fort: In jüngster Zeit haben sowohl Krisen- und Kriegsereignisse als auch gesteigerter Bedarf im Bereich der Sonderpädagogik zu einem Anstieg der Schülerzahl geführt.

Mobilklassen mit bis zu zwölf Bildungsräumen in Wien geplant

Durch diese "multiplen Herausforderungen" sei das Platzangebot in den Schulen der Stadt aktuell nicht mehr in der Lage, zusätzliche erhöhte Bedarfssituationen abzufangen. Die hohen Zuwächse aus dem Bereich der Familienzusammenführung würden jedoch eine derartige Situation darstellen.

Im Einvernehmen mit der Bildungsdirektion wurde laut dem Bildungsressort daher vereinbart, dass voraussichtlich an sieben Standorten in Wien temporäre modulare Schulklassen mit jeweils bis zu zwölf Bildungsräumen errichtet werden. Betroffen sind die Bezirke Wieden, Favoriten, Simmering, Leopoldstadt, Floridsdorf, Donaustadt und Liesing. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme der mobilen Anlagen ist für den Beginn des Schuljahres 2024/2025 vorgesehen. Die Kosten für die Errichtung werden mit rund 14 Mio. Euro beziffert.

Mobilklassen als Übergangslösungen

"Die Wiener Bildungsinfrastruktur ist vorausschauend geplant und ermöglicht ein zeitgemäßes pädagogisches Arbeiten. Angesichts des momentan extrem hohen Zuzugs über die Familienzusammenführung tun wir alles, um zusätzlich benötigten Bildungsraum zu schaffen", versicherte Wiederkehr. Man müsse kurzfristig jedenfalls auf modulare Schulklassen zurückgreifen.

Diese entsprechen laut Wiederkehr allen Anforderungen an Schulräume und sind als Übergangslösung bis zur Fertigstellung neuer fixer Bildungsräume gedacht. Andrea Trattnig, Abteilungsleiterin der Magistratsabteilung 56 (Schulen), erläuterte, dass man Schulkindern einen möglichst wohnortnahen Schulplatz anbieten wolle. Die modularen Klassen würden die Versorgung in den Regionen ermöglichen.

Wiederkehr fordert bundesweite Lösungen bei Flüchtlingen

Einmal mehr kritisierte Wiederkehr gegenüber der APA aber auch die seiner Ansicht nach bestehende "massive Schieflage" bei der Verteilung von Flüchtlingen unter den Bundesländern: "Hier braucht es bundesweite Lösungen, damit auch die Infrastruktur in der Bundeshauptstadt weiter tragfähig bleibt."

Wiederkehr hatte bereits eine Wohnsitzauflage für anerkannte Flüchtlinge gefordert. Nicht berufstätige Menschen, deren Asylverfahren abgeschlossen wurde, sollen drei weitere Jahre in jenem Bundesland leben müssen, in dem das Verfahren durchgeführt worden ist, verlangt der Wiener NEOS-Politiker.

(APA/Red)

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