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PISA-Studie: Stemer warnt vor "Hysterie"

Der Präsident des Vorarlberger Landesschulrats, Landesrat Siegi Stemer (V), hat am Montag angesichts der Resultate der PISA-Studie vor einem "Verfall in Hysterie" gewarnt.

Ohne die „unerfreuliche Bilanz“ wegdrängen zu wollen, sei das österreichische Schulsystem gut, sagte Stemer gegenüber der APA. Den Rückfall in den Basisfertigkeiten der Schüler sieht Stemer als „gesamtgesellschaftliches Problem, das mit dem Wohlstand zu tun hat“.

„Ich halte die Ergebnisse nicht für so repräsentativ, wie manche tun“, betonte Stemer. Nach einem Mail, das er von einem Testadministrator erhalten habe, bezweifle er auch die unmittelbare Vergleichbarkeit der aktuellen Ergebnisse mit jenen von vor vier Jahren. Dass die PISA-Studie im Kern trifft, wollte Stemer aber nicht in Abrede stellen. „Wenn man die Resultate unaufgeregt anschaut, muss man sagen: Wir haben keine gute Position.“ Es könne jedoch auch sein, „dass wir im Jahr 2000 nicht so gut waren, wie man jetzt glaubt“.

Von gegenseitiger Schuldzuweisung hält Stemer nichts. Die Schwächen im Lesen und in der Mathematik sieht er unter anderem in der gesellschaftlichen Entwicklung begründet. „Um die Grundfertigkeiten zu erlernen, braucht es Ruhe. Und man muss üben, üben, üben“, so Stemer. Die adäquate Vermittlung dieser Inhalte könne nicht an Internet, Fernsehen oder DVD-Player abgetreten werden. Möglicherweise habe man in den vergangenen Jahren auch den Einsatz der neuen Medien etwas übertrieben.

Nach einer genauen Analyse gelte es, Reformen anzugehen, „dass wir in ein paar Jahren auf dem richtigen Weg sind“. Es werde nicht möglich sein, das finnische Schulsystem nach Österreich zu übertragen, „sehr wohl aber gewisse Elemente“. Den Bildungs-Reformdialog Ende Jänner begrüßte Stemer. „Da muss man ganz ohne Scheuklappen diskutieren“, forderte Stemer.

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