Pfefferspray-Attacke im Wiener Prater Dome: Zeugen werden einvernommen

Polizeieinsatz nach der Pfefferspray-Attacke im Prater Dome.
Polizeieinsatz nach der Pfefferspray-Attacke im Prater Dome. ©Leserreporter Erich W.
Nach einer Pfefferspray-Attacke auf der Tanzfläche musste die Wiener Diskothek "Prater Dome" in der Nacht auf Sonntag evakuiert werden. Bis Montagnachmittag hat die Polizei vier Personen als Zeugen vernommen, Hinweise auf den oder die Täter gibt es jedoch bislang keine.
Prater Dome evakuiert
Leserreporter vor Ort

Aus der Großdiskothek “Prater Dome” in der Leopoldstadt mussten – wie berichtet –  in der Nacht auf Sonntag 1.600 Besucher in Sicherheit gebracht werden, nachdem Unbekannte Pfefferspray versprüht hatten. 37 Lokalbesucher wurden durch den Reizstoff beeinträchtigt, insgesamt acht Menschen mussten nach dem Vorfall im Krankenhaus versorgt werden.

Betrunkener 22-Jähriger war nicht der Täter

Während der Evakuierung brüllte ein betrunkener 22-Jähriger “I bin für das verantwortlich”. Bei seiner Einvernahme am Sonntag beteuerte er, nichts mit dem Vorfall zu tun zu haben. Er wurde wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt angezeigt, nachdem er bei seiner Festnahme Gegenwehr geleistet hatte. Auch seine Begleitpersonen wurden befragt, sie gaben an, nichts von der eigentlichen Pfefferspray-Attacke mitbekommen zu haben, außer den darauffolgenden Schmerz verspürt zu haben.

Ermittlungen der Polizei dauern an

Die Polizei ermittelt wegen vorsätzlicher Gemeingefährdung gegen mehrere unbekannte Personen. Die Auswertung von Videoaufnahmen aus der Disco dauerte am Montag noch an, ebenso die Untersuchung von zwei in einem Klo des “Prater Dome” sichergestellten Pfefferspraygebinde. (APA)

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