Papst-Besuch: Weniger Verkehrssperren als bei Putin und Bush

Der Aufenthalt des Kirchenoberhauptes in Wien wird einige Plätze für den öffentlichen Verkehr unpassierbar machen. Dennoch sehr viel weniger als bei Putins oder Bushs Besuch.

In der Innenstadt wird es voraussichtlich Sperren am Stephansplatz, Ballhausplatz, Heldenplatz sowie am Hof geben, wie ein Sprecher des Innenministeriums der APA mitteilte. In unmittelbarer Zentrumsnähe sind vorübergehende Einschränkungen beim Konzerthaus sowie in der Umgebung des Salesianerklosters, beides in Wien-Landstraße, geplant.

Genaue Zeiträume sowie Umfang der Sperren wurden am Freitag noch nicht genannt. Sie sollen jedoch weniger gravierend ausfallen als zuletzt beim Besuch des russischen Präsidenten Vladimir Putin im Mai oder seines amerikanischen Amtskollegen George W. Bush im Vorjahr. Kontakt zu den Leuten sei vom Papst gewünscht. Diesem Wunsch wolle man – in Abstimmung mit den erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen – auch nachkommen, so eine Auskunft des Ministeriums.


Toni Faber, Pfarrer des Wiener Stephansdoms, erwartet sich für die Messe von Papst Benedikt XVI. in seiner Kirche ein Bekenntnis zur Sonntagskultur. „Das ist ein Thema, das wir ihm vorgeschlagen haben“, sagte Faber gegenüber der APA. Für die Heilige Messe im Stephansdom erwartet sich der Dompfarrer 3.000 Menschen in der Kirche und knapp 40.000 Besucher vor dem Dom beim gemeinsamen Angelusgebet mit dem Papst.

„Ganz bewusst besucht der Heilige Vater auch die Pfarrgemeinde von St. Stephan“, freut sich Faber auf den Besuch, auch wenn er die Vorbereitungen teils als nervenaufreibend bezeichnet. Alles stehe derzeit „gut auf der Schiene“. Alle Probleme könne man natürlich nicht lösen: „Natürlich bemitleide ich die vielen Zigtausend, die nicht in den Dom kommen können“, meint Faber. Auch zur Messe selbst gibt es schon Details, die liturgischen Rollenträger sollen vor allem von jenen besetzt werden, die zur Pfarrgemeinde, zum Pfarrgemeinderat und zu den ehrenamtlichen Mitarbeitern gehören.

Beim Gottesdienst wird die Mariazeller-Messe von Joseph Haydn gespielt, „das ist eine Hommage an den Höhepunkt dieses Papstbesuches“, so Faber. Betont werden während der Feier soll durchwegs der Schwerpunkt Allianz für den Sonntag. „Der Papst wollte ursprünglich eine einfache Messe im Stephansdom feiern, gleichsam als Erholung nach dem großen Festgottesdienst in Mariazell“, erzählt Faber – „und das, was Sonntagskultur der Gesellschaft geben kann, das wollen wir in den Vordergrund stellen“. Die Frage werde sein: „Was kann uns christliche Sonntagskultur an Ermutigung, an Freiheit, an Entspannung und Muße schenken?“

Zum weiteren Programm meinte der Dompfarrer: „Er wird nachher herauskommen und dort einfach ein Angelus mit uns beten, eine kurze Ansprache halten und den Segen geben, das Bad in der Menge nehmen.“

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