Pädophilie-Skandal in Portugal

Im Pädophilie-Skandal in Portugal hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den früheren Arbeitsminister Pedroso und weitere Verdächtige wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern erhoben.

Die oberste Anklagebehörde legte den Beschuldigten nach einjährigen Ermittlungen zur Last Kinder aus staatlichen Waisenheimen vergewaltigt und die Prostitution von Minderjährigen gefördert zu haben.

Unter den Angeklagten sind nach Presseberichten vom Dienstag neben dem sozialistischen Ex-Minister zwei Show-Stars des Fernsehens und ein ehemaliger Botschafter. Die Ermittler hatten 600 Zeugen und Opfer befragt, darunter zahlreiche Ex-Bewohner von Waisenheimen der renommierten staatlichen Organisation Casa Pia.

Im Oktober war ein erster Prozess gegen den früheren Heim-Aufseher Carlos Silvino eröffnet worden. Der 46-Jährige gilt als eine der Hauptfiguren in einem der größten Skandale der portugiesischen Geschichte. Er soll den jetzt angeklagten Prominenten Heimkinder zu Zwecken des Missbrauchs zugeführt haben. In den vergangenen 20 Jahren sollen in den Waisenheimen über 100 Buben den Kinderschändern zum Opfer gefallen sein.

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