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Ostautobahn: Auto stürzte in drei Meter tiefe Baugrube

Zwei Personen wurden verletzt.
Zwei Personen wurden verletzt. ©APA/dpa
Am Mittwoch kam es auf der A4 im Bezirk Bruck an der Leitha zu einem schweren Unfall. Ein Auto fuhr in eine drei Meter tiefe Baugrube.

Bei einem Verkehrsunfall auf der Ostautobahn (A4) sind in Göttelsbrunn-Arbesthal (Bezirk Bruck a.d. Leitha) am Mittwoch in den frühen Morgenstunden zwei Männer verletzt worden. Sie fuhren laut Polizei auf der Richtungsfahrbahn Wien in einen nicht für den Verkehr freigegebenen Fahrstreifen ein und stürzten mit ihrem Pkw bei der baubedingten Lücke einer Brücke rund drei Meter in eine Grube ab.

Zweiter Unfall in dieser Woche

Der 37-jährige Lenker wurde in das Landesklinikum Hainburg, sein 42-jähriger Beifahrer per Notarzthubschrauber in das SMZ Ost geflogen. Bereits vergangene Woche kam es zu einem ähnlichen Unfall auf der Ostautobahn, auf der die Asfinag seit Mai 2019 eine dritte Fahrspur errichtet: Bei Enzersdorf a.d. Fischa war ein Auto in Richtung Wien im gesperrten Bereich einer Baustelle geraten, an einer Abbruchkante abgehoben und frontal gegen die Schalungsmauer eines Brückenfundaments geprallt. Der Unfall hatte fünf Schwerverletzte gefordert.

Asfinag will sich Problem ansehen

"Wir können uns das nicht wirklich erklären", so Asfinag-Sprecher Walter Mocnik am Mittwoch zur APA in Bezug auf die Unfallhäufung. "Im Prinzip ist es recht schwierig, in eine solche Baustelle hineinzugeraten", führte er aus. So müsse man nicht nur Sperrlinien überfahren, sondern auch ein Meter hohe Absperrbalken und Verkehrsschilder durchbrechen. "Wir schauen uns das aber klarerweise nochmals genauer an, ob da eine zusätzliche Sicherung nötig ist", hielt der Sprecher fest.

Allgemein ist die Sicherheit in Baustellenbereichen laut Angaben des Mobilitätsklubs ÖAMTC in Österreich "sehr hoch", jährlich komme es im Bundesgebiet nur zu entsprechenden 130 Unfällen. Da sich beide Vorfälle in der Nacht ereignet hatten, schloss ÖAMTC-Verkehrstechniker David Nose "Unachtsamkeit oder Sekundenschlaf" der Lenker nicht aus. "Das sollte aber trotzdem nicht passieren. Es gilt zu prüfen, ob die Absicherung der Baustelle passt", erklärte er auf APA-Anfrage. So seien grundsätzlich technische Richtlinien wie Betonwände und Lichtsignale vorgesehen, die derartige Vorfälle verhindern sollen. "Hier gibt es jedenfalls Verbesserungsbedarf", fügte Nose hinzu.

(APA/red)

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