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Olympischer Friede

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat geschlossen für eine Waffenruhe während der 28. Olympischen Spiele vom 13. bis 29. August 2004 in Athen gestimmt.

Der traditionelle Aufruf war vom Gastgeberland und dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) formuliert worden. Griechenlands Außenminister George Papandreou und IOC-Präsident Jacques Rogge legten ihn dem Gremium der 191 UN-Mitgliedstaaten am Montag persönlich vor. Er wurde als Resolution “Für eine friedliche und bessere Welt durch Sport und das olympische Ideal” per Konsens verabschiedet. “Wir hoffen, dass Athen im kommenden Sommer ein Leuchtfeuer des Friedens sein wird”, sagte Papandreou.

Schirmherr der Aktion ist UN-Generalsekretär Kofi Annan. Ihr haben sich bisher bereits 140 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens mit ihrer Unterschrift angeschlossen. Die Resolution fordert alle UN-Mitgliedstaaten auf, sich im Rahmen der UN-Charta individuell und gemeinsam an den Olympischen Frieden zu halten. Gleichzeitig begrüßt sie die Initiative des IOC, alle internationalen Sportorganisationen und nationalen olympischen Komitees (NOK) für konkrete Aktionen zur Förderung einer Kultur des Friedens auf lokaler, regionaler und globaler Ebene zu gewinnen.

Die UN-Vollversammlung hatte 1993 erstmals per Resolution zur globalen Waffenruhe während der Olympischen Spiele aufgerufen. Der Brauch ist in der als “Ekecheiria” bekannten griechischen Tradition aus dem achten Jahrhundert vor Christi Geburt verwurzelt und sollte Sportlern ermöglichen, unversehrt zur Teilnahme an den Olympischen Spielen reisen zu können.

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Athen 2004

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