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Olympia-Bewerbung: Wien müsste zweistelligen Millionenbetrag berappen

Die Stadt Wien müsste für die Olympia-Bewerbung einen zweistelligen Millionenbetrag berappen.
Die Stadt Wien müsste für die Olympia-Bewerbung einen zweistelligen Millionenbetrag berappen. ©Bilderbox.at
Falls sich die Mehrheit der Wiener bei der Volksbefragung für eine Bewerbung für die Olympischen Sommerspiele 2028 entscheiden würde, müsste die Bundeshauptstadt einen zweistelligen Millionenbetrag berappen.
Wiener Volksbefragung im März

Allein das Bewerbungsprozedere würde mit einem “zweistelligen Millionenbetrag” zu Buche schlagen, sagte Wolfgang Prochaska, stellvertretender Leiter des Sportamts (MA 51), unabhängig vaon, ob Wien den Zuschlag bekommt oder nicht. Eine genaue Summe konnte Prochaska zum jetzigen Zeitpunkt nicht nennen. Einen halbwegs konkreten Fahrplan gibt es allerdings bereits bezüglich der nächsten Schritte, sollte die Volksbefragung pro Olympia-Bewerbung ausgehen.

Bewerbung für Olympia kommt Wien teuer

Zunächst werde man mit dem Österreichischen Olympischen Komitee (ÖOC) Kontakt aufnehmen und Unterstützung kundtun. Schließlich muss dieses die Bewerbung einreichen. Außerdem werde die Bundeshauptstadt “blitzartig” diverse Studien in Auftrag geben, so Prochaska. Fachleute sollen vorhandene Sportstätten in und um Wien auf ihre Olympia-Tauglichkeit abklopfen und ein Konzept erstellen, welche Anlagen – beispielsweise das Happel-Stadion – lediglich adaptiert und welche Veranstaltungsareale neu geschaffen werden müssen.

“Wie London werden auch wir nicht ohne neue Sportstätten auskommen”, nannte der MA-51-Vize etwa ein Leichtathletik- oder Schwimmsportzentrum. Für letzteres hat die Stadt – unabhängig von der Olympia-Sache – bereits vor Monaten eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Das Ergebnis werde in wenigen Wochen vorliegen, hieß es dazu aus dem Büro von Sportstadtrat Christian Oxonitsch.

Experten müssen Studien anlegen

Die Studien sollen auch erheben, welches Areal sich für die Errichtung eines Olympischen Dorfes eignet und wie dies realisiert werden kann, um eine sinnvolle Nachnutzung zu garantieren. Ausgelotet wird darüber hinaus, welche Nachbarregionen – auch über Österreichs Grenzen hinaus – sich als Veranstaltungspartner anböten und dazu auch bereit wären. So wäre für die Segelbewerbe z.B. der Attersee geeignet.

Untersucht wird auch, welche Infrastrukturmaßnahmen im Fall des Großevents nötig wären. Das reicht von der Verdichtung der Öffis über eventuelle Straßenausbauten bis hin zur Organisation eines Sicherheitskonzepts. Wie viel die nötigen Expertisen kosten, wer sie bezahlt und welchen Zeitraum sie in Anspruch nehmen, könne man derzeit “seriöserweise” noch nicht sagen, hieß es.

(APA/Red)

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