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Österreichs Versicherer verdienten 2018 weniger

Die österreichische Versicherungswirtschaft hat voriges Jahr weniger verdient als 2017. Die technischen Ergebnisse sanken um ein Achtel, das Finanzergebnis um ein Zehntel. Das kumulierte EGT der Branche ging um sechs Prozent zurück, geht aus dem Jahresbericht der Finanzmarktaufsicht (FMA) zur heimischen Assekuranz von Montag hervor.

Besonders stark war der Rückgang der versicherungstechnischen Ergebnisse in der Sparte Krankenversicherung mit minus 37,6 Prozent auf 79,6 Mio. Euro. In Schaden/Unfall sanken sie in Summe um 19,3 Prozent auf 325,3 Mio. Euro, in der Lebensversicherung verdoppelten sie sich dagegen (+102 Prozent) auf 101,7 Mio. Euro. Insgesamt gingen die versicherungstechnischen Ergebnisse der direkten Gesamtrechnung um 12,8 Prozent auf 506,5 Mio. Euro zurück.

Beim Finanzergebnis zeigte sich in der Branche ein Rückgang um 10,2 Prozent auf 2,528 Mrd. Euro, betrachtet man den Saldo aus Kapitalerträgen (-6,0 Prozent auf 3,789 Mrd.) und Kapitalaufwendungen (+3,8 Prozent auf 1,261 Mrd.).

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) der Branche verringerte sich 2018 um 6,1 Prozent auf 1,168 Mrd. Euro. Der Löwenanteil davon entfiel mit 986,3 Mio. Euro (+8,0 Prozent) auf Schaden/Unfall. In der gemessen an den Einnahmen auch relativ großen Lebensversicherung betrug das addierte EGT lediglich 103,6 Mio. Euro, im Vergleich zu 2017 aber immerhin mehr als eine Verdoppelung (+118 Prozent). Die Krankenversicherung brachte es auf 78,4 Mio. EGT, ein Rückgang von 37,2 Prozent, heißt es im Bericht der Aufsichtsbehörde.

Bezogen auf die Prämieneinnahmen ist Schaden/Unfall damit aktuell die mit Abstand rentabelste Sparte, die Lebensversicherung trotz des EGT-Anstiegs die unrentabelste. In der Bilanzabteilung Schaden/Unfall ging die “Umsatz-Rendite” (EGT zu Prämie) allerdings von 11,8 auf 10,5 Prozent zurück, in der privaten Krankenversicherung von 5,9 auf 3,5 Prozent, erhöhte sich aber in Leben von 0,8 auf 1,9 Prozent. In Summe lag sie bei 6,8 (7,3) Prozent.

Am Gesamtmarkt wuchs das Prämienvolumen 2018 leicht um 1,2 Prozent auf 17,2 Mrd. Euro, aber mit starken Unterschieden je nach Sparte. In Schaden/Unfall stiegen die Einnahmen um 3,6 Prozent auf 9,44 Mrd. Euro, in der Krankenversicherung wuchsen sie um 4,3 Prozent auf 2,22 Mrd. Euro. In der Lebensversicherung schrumpften sie um 3,8 Prozent auf 5,52 Mrd. Euro; dabei gab es gegen laufende Prämien ein leichtes Minus von 2,8 Prozent auf 4,75 Mrd. Euro, bei Einmalprämien ein stärkeres Minus von 9,3 Prozent auf 764 Mio. Euro. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle aller Sparten zusammen verringerten sich um 4,3 Prozent auf 14,1 Mrd. Euro.

Die stillen Nettoreserven der heimischen Versicherungsbranche – ohne LV-Fonds- und Indexpolizzen – schmolzen voriges Jahr weiter ab, in Summe auf 18,8 Mrd. Euro (nach 21,9 Mrd. Euro Ende 2017). 43,8 Prozent der stillen Reserven setzten sich laut FMA aus Aktien, Ergänzungs- und Partizipationskapital (inkl. Beteiligungen) zusammen; die stillen Reserven aus Immobilien lagen bei 23,8 Prozent, jene aus Schuldverschreibungen bei 22,6 Prozent. Die Summe aller Assets zu Marktwerten (ohne Fonds- und Indexpolizzen der Lebensversicherung) lag bei 106,9 Mrd. Euro.

(APA)

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