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Obstkulturen durch die Infektionskrankheit Feuerbrand akut gefährdet

Der Feuerbrand ist wieder im Vormarsch. Vor allem die Obstbaumkulturen sind davon betroffen. Es besteht gesetzliche Meldepflicht.
Der Feuerbrand ist wieder im Vormarsch. Vor allem die Obstbaumkulturen sind davon betroffen. Es besteht gesetzliche Meldepflicht. ©Schallert
Lochau. Seit über 20 Jahren wird diese gefährliche Pflanzenkrankheit in Lochau erfasst und bekämpft. Mit der Blütezeit ist der Feuerbrand wieder im Vormarsch. Bäume und Sträucher müssen kontrolliert werden, denn es besteht Meldepflicht.
Symbolfotos zur Infektionskrankheit Feuerbrand

Auch in Lochau ist in den vergangenen Wochen diese hoch infektiöse und sehr schwer zu bekämpfende Erkrankung bei verschiedenen Obst- und Ziergehölzen wieder festgestellt worden. Denn die Infektion erfolgt meist während der Blütezeit.

Blätter und Blüten befallener Pflanzen welken plötzlich und verfärben sich braun oder schwarz. Die infizierten Triebe erscheinen zunächst nur noch schwach grün, um dann unter einer Braun- und Schwarzverfärbung zu vertrocknen. Dabei krümmen sich die Triebspitzen in Folge des Wasserverlustes oft hakenförmig nach unten.

Bei feuchtem Wetter treten dann an den Befallstellen weißliche, später braun werdende Tropfen klebrigen Bakterienschleims hervor. Das Bakterium kann über große Entfernungen hinweg mit verseuchtem Pflanzenmaterial oder konterminierten Gegenständen wie etwa Kisten oder Schneidewerkzeugen verbreitet werden. Auch Vögel dürften diese Krankheit verschleppen.

Im Nahbereich, wie in einem Obstgarten, erfolgt die Ausbreitung der Krankheit durch Regen, Wind und Insekten. Das Bakterium dringt nach der Übertragung tief in die Wirtepflanze ein. Die Ausbreitung der Erreger innerhalb der Wirtepflanze erfolgt sehr schnell. Frühestens fünf bis dreißig Tage nach der Infektion werden Absterbeerscheinungen sichtbar. Innerhalb nur weniger Wochen kann mitunter ein ganzer Baum abgestorben sein.

Gesetzliche Meldepflicht

Noch gibt es keine heilenden Bekämpfungsmöglichkeiten mit chemischen Mitteln. Um weitere Ausbreitungen zu vermeiden, müssen befallene Hölzer fachgerecht zurückgeschnitten oder gar ganz gefällt werden. Geäst und das Laub des Baumes werden verbrannt.

„Wir sind auf die Mithilfe der Grund- und Gartenbesitzer angewiesen. Nur wenn uns die Feuerbrandfälle schnell gemeldet werden, können wir eine weitere Ausbreitung verhindern. Ich appelliere an alle Obstgartenbesitzer, aktiv in ihrem eigenen Interesse mitzuarbeiten“, so der Lochauer Feuerbrandbeauftragte Michael Sinz vom Wirtschaftshof mit einem Aufruf an alle Lochauerinnen und Lochauer.

Er wird den Besitzern der betroffenen Pflanzen organisatorisch zur Seite stehen und die Koordination von Schneide- oder gar Fällarbeiten übernehmen. Wer sich unsicher ist, kann auch mit ihm den Kontakt aufnehmen, um im Zweifelsfall den Feuerbrand eindeutig zu identifizieren.

Information: Wirtschaftshof der Gemeinde Lochau, Michael Sinz, Tel. 066488726030 oder E-Mail michael.sinz@lochau.at.

 

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