Nur wenig Männer beziehen Kindergeld

Vorarlberg bei Väterbeteiligung Schlusslicht
Vorarlberg bei Väterbeteiligung Schlusslicht ©APA (Fohringer/Archiv)
Bregenz - Rund 4,5 Prozent aller Eltern, die im Dezember Kinderbetreuungsgeld bezogen haben, sind Männer. Schlusslicht bei der Väterbeteiligung ist Vorarlberg mit knapp zwei Prozent.

Am höchsten ist der Anteil der männlichen Kindergeldbezieher mit rund 8,6 Prozent in Wien. Das geht aus aktuellen Zahlen des Familienministeriums hervor. Die meisten Eltern entscheiden sich für die längeren Bezugsvarianten.

In ganz Österreich gab es im Dezember 147.546 Kindergeldbezieher. Von knapp 30.200 Beziehern in Wien waren 8,6 Prozent männlich. Die Bundeshauptstadt ist mit diesem Väteranteil eine Ausnahme, folgt doch an zweiter Stelle Niederösterreich mit einem Männeranteil von nur mehr 4,1 Prozent (rund 26.300 Bezieher). Die Steiermark (rund 19.850 Bezieher) schaffte im Dezember eine Väterbeteiligung von 3,7 Prozent.

Dahinter finden sich Kärnten (rund 8.850 Bezieher), Oberösterreich (rund 27.400 Bezieher) und Salzburg (rund 10.150 Bezieher) mit 3,6 Prozent. In Tirol betrug der Männeranteil bei rund 13.350 Beziehern drei Prozent. 2,8 Prozent der rund 4.050 Kindergeldbezieher waren im Burgenland Männer, in Vorarlberg (rund 7.450 Bezieher) waren es zwei Prozent.

Gemessen an den fünf verschiedenen Varianten ist das Modell 15+3 Monate (800 Euro/Monat, jeweils bei Beteiligung beider Partner) mit einer Väterbeteiligung von 11,6 Prozent Spitzenreiter. Insgesamt bezogen rund 5.550 Eltern im Dezember diese Variante. 8,8 Prozent betrug der Männeranteil bei den rund 2.700 Beziehern der Kurzvariante 12+2 (1.000 Euro). Dahinter folgt das einkommensabhängige Kindergeld (maximal 12+2 Monate, 80 Prozent des letzten Nettoeinkommens, höchstens 2.000 Euro): Von rund 7.650 Beziehern waren 6,6 Prozent Männer.

Die Kurzvariante 12+2 und das einkommensabhängige Kindergeld waren mit Jahresbeginn 2010 eingeführt worden. Das Familienministerium will in diesen beiden Varianten mittelfristig eine Väterbeteiligung von 20 Prozent erreichen.

Über 29.750 Eltern bezogen die Variante 20+4 (624 Euro), der Männeranteil betrug 5,3 Prozent. Das längste Modell, 30+6 Monate (436 Euro), weist mit fast 101.950 mit Abstand die meisten Bezieher auf – hier lag die Väterbeteiligung allerdings nur bei 3,7 Prozent.

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