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Nur Körperverletzung: Vor U-Bahn gestoßen

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Weil er im vergangenen Dezember im Zug eines Streits einen Mann vor eine einfahrende U-Bahn-Garnitur gestoßen hatte, ist ein 21-Jähriger am Donnerstag im Wiener Straflandesgericht wegen Körperverletzung mit Dauerfolgen schuldig gesprochen worden.

Das Opfer sitzt seither im Rollstuhl, ihm wurde der linke Oberschenkel abgetrennt. Das Gericht verhängte über den Angeklagten, der glaubhaft versicherte, das nicht gewollt zu haben, 16 Monate bedingte Haft. Das Urteil ist rechtskräftig.

„Ich bin entsetzt, was da passiert ist“, zeigte sich der 21-Jährige in der Verhandlung erschüttert. Er war in der U-Bahnstation Nestroyplatz auf einer Bank gesessen und hatte auf den nächsten Zug gewartet, als er angeblich vom späteren Opfer beschimpft wurde. Der 21-Jährige stammt aus der Karibik. Der Wiener soll ihm schließlich auch gegen ein Bein getreten haben, worauf er aufstand und diesem einen kräftigen Stoß versetzte.

Der Mann verlor das Gleichgewicht, taumelte zurück und stürzte auf die Geleise. Ausgerechnet in diesem Moment fuhr die U-Bahn ein und überrollte ihn. Die Zeugenaussage des Betroffenen war wenig ergiebig, er kann sich an den Zwischenfall nicht erinnern, erklärte er dem Gericht.

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